Zwischen Kunst und Reklame
 

Zwischen Kunst und Reklame

Die Kunstaktion "Jazz" von Epamedia und dem Kunstverein Mobil beleuchtet das Verhältnis von bildender Kunst und Reklame.

Das Außenwerbeunternehmen Epamedia und der Kunstverein Mobil präsentieren eine gemeinsame Plakataktion. Das künstlerische Konzept für das Großplakatprojekt "Jazz" entwickelten Martin und Stefan Strauß in Anlehnung anf die gleichnamigen Scherenschnitte von Henri Matisse. Die Werbung nehme immer wieder Anleihe bei der bildenden Kunst, so lautet die Erklärung des Kunstvereines. "Umgekehrt sind die außergewöhnliche Prägnanz und Direktheit von Werbestrategien seit langem Inspiration vieler Künstler", erklärt Martin Strauß, Sprecher des Kunstvereines. Epamedia COO Markus Schuster zeigt auf, dass die Kunst für sein Unternehmen seit längerem ein Anliegen ist und Epamedia ist auch erst kürzlich mit dem Kunst-Sponsorpreis "Maecenas" ausgezeichnet worden: "Wir zeigen mit unseren Kunstaktionen, dass das Plakat auch ein wichtiger kultureller Faktor ist".










Medienkritisch demonstriert "Jazz" mit seiner Signalwirkung, einerseits die sofortige Tendenz zur Sinnentleerung, sobald Kunst im Werbezusammenhang zweckentfremdet wird. Andererseits führt die Kampagne unmittelbar die fast unbegrenzten Möglichkeiten vor, so gut wie jeden Bildinhalt für einen Markenauftritt zu verwirklichen. Die Aktion ist bis Ende Dezember auf 500 Plakatflächen zu sehen.
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