Zwei irakische TV-Journalisten in Mosul ersch...
 

Zwei irakische TV-Journalisten in Mosul erschossen

Reporter und Kameramann fallen Anschlag zum Opfer

Im Nordirak sind zwei Mitarbeiter des TV-Senders Sharkija getötet worden. Der Reporter Mohammed Karim al-Badrani und der Kameramann Mohammed Ghanem seien einem Anschlag in der Stadt Mosul zum Opfer gefallen, teilte der irakische Sender mit. Nach Angaben der Polizei wurden die beiden Männer erschossen.

Mosul (Mossul) gilt als eine der gefährlichsten Gegenden im Irak. Wegen ihrer Berichte über die örtlichen Sicherheitskräfte und Verantwortlichen hatten die beiden Journalisten zuvor Morddrohungen von militanten Regierungsgegnern erhalten, sagte ein Mitarbeiter des Senders, der anonym bleiben wollte.

Journalisten im Irak arbeiten unter schwierigsten Bedingungen. Oft wird ihnen nach Anschlägen der Zugang zu den Tatorten verweigert. Auch werden sie daran gehindert, sich für ihre Reportagen frei in der Hauptstadt Bagdad zu bewegen. Nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen sehen sich die Journalisten in dem Land regelmäßig Drohungen und Mordversuchen ausgesetzt.

Die Gewalt im Irak nahm zuletzt wieder deutlich zu. Alleine im September wurden nach UN-Angaben fast tausend Menschen bei Bombenattentaten und anderen Angriffen getötet.

(APA/AFP)
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