Zugriffszahlen im Jänner: Starker ORF und wei...
 
Zugriffszahlen im Jänner

Starker ORF und weiter wachsende Bullen

Screenshot HORIZONT
Die blaue Seite dominiert weiterhin das Online-Ranking.
Die blaue Seite dominiert weiterhin das Online-Ranking.

Die Österreichische Webanalyse (ÖWA) veröffentlichte die Zugriffszahlen heimischer Online-Portale für den Jänner. Red Bull mit hohem Unique-Clients-Wachstum.

Alles neu macht der Jänner - zumindest beim Ranking der heimischen Online-Nachrichtenportale. Denn gemessen nach Unique Clients, also Anzahl der Endgeräte die im vergangenen Monate auf eine Seite zugegriffen haben, wurde die Reihenfolge der Top-10-Angebote im Vergleich zum Jänner des Vorjahres deutlich durchgewirbelt.

Das zeigen die diese Woche veröffentlichen Zahlen der ÖWA. Unverändert dominant bleibt das Online-Angebot des ORF, das mit mehr als 15 Millionen Unique Clients weit vor zweitplatziertem derStandard.at liegt, der sich aber im Vergleich zum Jänner 2020 von Platz 5 auf Platz 2 im Ranking vorkämpfen konnte.

Zu verdanken hat der Standard das unter anderem der Schwäche von krone.at bei den Unique Clients. Im Vergleich zum Jänner des Vorjahres verlor das Dachangebot des Boulevardblattes rund 20 Prozent seiner Unique Clients und rutschte damit auch im Ranking zurück. Gegenteilig verhält es sich derzeit bei den Salzburgern: Das Red Bull Media House ist bereits seit mehreren Monaten auf der Überholspur unterwegs, so auch im Jänner: Plus 259 Prozent bei den Unique Clients. Starke Zugewinne für Heute.at, ORF.at, den Portalen von Russmedia und Regionalmedien Austria.
Für alle beteiligten erfreulicher gestaltet sich das Ranking nach Visits. Die Top-4 bleiben mit ORF.at vor krone.at,derStandard.at und heute.at unverändert. Auch bei den Visits, also Besuchen im Jänner auf der Seite, wird die Dominanz des öffentlich-rechtlichen Online-Angebots offensichtlich. Mit mehr als 150 Millionen Visits hatte ORF.at mehr als zweieinhalb so viele Besuche im Jänner als zweitgereiter krone.at. Nur im März 2020, als das Informationsbedürfnis der Österreicher aufgrund der Pandemie explodierte, hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk höhere Zugriffe auf seiner Seite.
Die stärksten Zugewinne konnte bei den Visits das Dachangebot von heute.at mit rund 70 Prozent plus verzeichnen. Auch die Portale von Russmedia, Kurier und Standard  hatten Zugriffssteigerungen von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Jänner 2020. Detail am Rande: Zwar schaffte es das Angebot des Red Bull Media House mit neun Millionen Visits nicht in die Top-10-Medienangebote, doch im Vergleich zum Vorjahr sind die Zugriffe um fast 500 Prozent regelrecht explodiert.

Einzelangebote

Auch bei den Einzelangeboten wirkt sich der Rückgang der Unique Clients von krone.at auf das Ranking aus. derStandard.at rutscht mit einem Plus von mehr als 24 Prozent auf den zweiten Platz vor, Kurier.at verbessert sich mit einem Plus von rund zwölf Prozent auf den dritten Platz. Heute.at überholt dank eines Wachstums von mehr als 30 Prozent oe24.at bei den Unique Clients. Mit diepresse.com ist ein lange nicht gesehener Gast in die Top-10 der Nachrichtenseiten vorgestoßen. Dank einem Plus von mehr als 67 Prozent im Vergleich zum Jänner des Vorjahres kommt das Online-Portal der Tageszeitung nun auf 2,7 Millionen Unique Clients.
Gediegene Langeweile ist indes beim Ranking der Einzelangebote gemessen nach Visits angesagt: Die Top-4-Platzierungen verändern sich nicht: orf.at vor krone.at vor derStandard.at vor heute.at. Mit mehr als 78 Prozent hat Letzteres das höchste Visit-Wachstum der zehn größten Nachrichtenseiten zu verzeichnen. Leichte Zugriffsverluste von rund zwei Prozent gibt es hingegen für kleinezeitung.at.

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