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Zeitungstarife: Post bleibt trotz Gutachten hart

Bilaterale Gespräche zwischen der Post und dem VÖZ sind bis jetzt völlig ergebnislos geblieben.

Bei einem Gespräch mit dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) über die geplante Erhöhung der Posttarife, das am Montag, 27. August 2001 stattfand, hat die Österreichische Post laut VÖZ-Generalsekretär Dr. Walter Schaffelhofer "entgegen allen Erwartungen überhaupt keine Vorschläge gemacht und keinen Deka erkennen lassen, dass es neue Tarife geben wird. Die bilateralen Gespräche haben bis dato überhaupt nichts gebracht".



Damit ist ein kleiner Hoffnungsschimmer auf moderatere Tarife, der nach einer Sitzung der Preiskomission letzte Woche aufgeflackert ist, wieder erlöscht. Vor der Preiskomission hatte Univ. Prof. Dr. Alfred Taudes ein Gutachten präsentiert, das im Auftrag der Obersten Postbehörde erstellt wurde und zum Ergebnis gekommen ist, "dass die angestrebten Tarife überhöht sind und nicht der vom Gesetz geforderten Kostenorientierung entsprechen", so Schaffelhofer.



Kurz nach der Sitzung meinte Post-Pressesprecher Michael Homola gegenüber der Austria Presse Agentur (APA), dass die Post neu rechnen und einen neuen Entwurf für die Geschäftsbedingungen vorlegen werde. Schaffelhofer ist nach dem gestrigen Gespräch "ratlos". Wenn die Post nicht einlenke, müsse eben die Postbehörde entscheiden, meint der VÖZ-Generalsekretär. Am 10. September ist eine weitere Runde mit der Post geplant, am 25. September tagt wieder die Preiskomission. Bis spätestens zum 1. Oktober 2001 muss eine Neuregelung veröffentlicht werden, damit sie mit Jahresbeginn 2002 in Kraft treten kann. (juju)

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