Zeitungsbeilage oder Hauszustellung?
 

Zeitungsbeilage oder Hauszustellung?

Das Forum Media Planung diskutierte Vor- und Nachteile von Hauszustellung und Zeitungsbeilage für einen Prospekt.

Eine hochkarätige Runde versammelte das Forum Media Planung am 12. Februar 2003 zu einer Diskussion über Vor- und Nachteile der Zustellung eines Prospektes via Werbemittelverteilung oder als Zeitungsbeilage. In der Focus-Werbebilanz des abgelaufenen Jahres punktet der klassische Prospekt mit einem Plus von rund zehn Prozent, gegenüber einem generellen Minus von 1,9 Prozent bei den Werbeausgaben.

Während KR Anton Feistl (feibra) vor allem auf die nur rund halb so hohen Kosten bei der Hauszustellung gegenüber der Zeitungsbeilage verwies und Friedrich Kern (Sales Communication Manager Post AG) die hohe Flächenabdeckung durch die Postzustellung unterstrich, pochte Franz Frühwirth (Anzeigenleiter Krone Bunt und Mediaprint-Supplements) auf die Qualität der Kontaktaufnahme durch die Konsumenten, die eine Tageszeitung entweder kaufen oder abonnieren und dadurch den enthaltenen Werbebotschaften mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen. Klaus Fessel (Media Focus Research) verweist vor allem auf den gestiegenen Anteil des Prospektes am Werbe-Mix (derzeit 7,8 Prozent) und darauf, dass sich rund zwei Drittel der Konsumenten selektiv mit Prospekten auseinandersetzen. Dabei macht es allerdings keinen Unterschied, auf welchem Weg der Prospekt den Weg in den Haushalt gefunden hat. Ein Nachteil der Beilage gegenüber der Werbemittelverteilung ist sicherlich, dass Beilagen - im Gegensatz zu Prospekten in der Hauszustellung - im Rahmen von Trägermedien-Untersuchungen nicht extra erhoben werden.

Mehr dazu in der Print-Ausgabe von (Horizont 8/2003), die am 21.Februar 2002 erscheint.

(spr)

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