Zeitungen, Magazine und Co.: Das sind die Pri...
 
Zeitungen, Magazine und Co.

Das sind die Print-Auflagen im grafischen Überblick

Farknot Architect / stock.adobe.com

Die Zahlen des zweiten Halbjahres 2020 laut Österreichischer Auflagenkontrolle - mit Bewegungen und Tendenzen von Druck bis Abo in Grafiken.

Die Österreichische Auflagenkontrolle ÖAK als Benchmark für die Entwicklung einer gesamten Gattung: Wie entwickeln sich Druckauflagen, wer hält wie viele Abonnenten, wo finden markante Entwicklungen statt? Die ÖAK zeigt dies mit den veröffentlichten Daten des zweiten Halbjahres 2020 sowie dem Jahresschnitt für das abgelaufene Jahr. Der Jahresschnitt beinhaltet dabei den ersten, wirklich harten Lockdown - einige Medien hatten für das erste Halbjahr in Folge dessen auch keine Zahlen gemeldet. Zum Vergleich werden daher die Daten des zweiten Halbjahres 2020 in Relation zum selben Zeitraum 2019 herangezogen.

Tageszeitungen 

Die Krone bleibt erwartungsgemäß größte Tageszeitung, reduzierte jedoch ihre Druckauflage merklich. Auf den folgenden Plätzen ist so etwas wie Stabilität bei den gedruckten Auflagen zu verspüren. Die Abo-Zugewinne sind auch auf Steigerungen bei ePaper-Nutzung zurückzuführen; ebenso wie der Umstand, dass die Zahl der Abonnenten wie etwa bei der "Presse" jene der gedruckten Auflage übersteigt. 
Wie schon im ersten Halbjahre meldete der Gratistitel "Heute" keine Zahlen, so steht der Vorjahreswert von knapp 560.000 gedruckten Exemplaren im Raum. Konkurrent oe24 druckt gut 50.000 Exemplare weniger und liegt bei 460.454 Exemplaren. Die Kombi aus Kauf- und Gratistitel aus dem Hause Fellner erreicht knapp 500.000 Stück.

Wochenzeitungen

Die "NÖN" bleibt mit 118.306 gedruckten Exemplaren, davon gut 73.000 Abos, stärkster Kauf-Einzeltitel, in der Kombination nur geschlagen von den Kirchenzeitungen. 
Absoulter Branchenprimus, nicht nur bei den Wochenzeitungen, sondern über den gesamten Markt, bleiben die Titel der Regionalmedien Austria RMA. Gut 3,4 Millionen Stück druckte die RMA, das sind gut 25.000 Stück mehr als noch im zweiten Halbjahr 2019. Auch andere Gratis-Wochentitel erhöhten ihre Auflagen. Die RMA-Titel werden in der folgenden Grafik zur besseren Lesbarkeit einzeln und nicht kumuliert dargestellt. 

Magazine

Einiges an Bewegung verzeichnet der Markt der Wochenmagazine: "Die ganze Woche" legt an Druckauflage und Abos zu, lässt im Einzelverkauf allerdings nach. In der Verlagsgruppe News druckt "Woman" um gleich 47.788 Stück weniger als im Vorjahreszeitraum, auch "News" reduziert die Auflage drastisch. Das einstige Magazin-Flaggschiff verzeichnet auch Einbußen bei den Abonnenten und verkauft am Kiosk nur noch gut 3.600 Stück. Auch die anderen wöchentlichen Kauf-Magazine haben ihre gedruckten Exemplare reduziert. 
Die beiden "Servus"-Titel nehmen bei den käuflich zu erwerbenden Monatstitel das Stockerl gemeinsam mit der "ORF nachlese" ein.
Bei den kostenlosen Monatsmagazinen reduzieren am Stockerl "active beauty" und "maxima" ihre Druckauflagen, das "Kärnten.magazin" erhöht diese. 

Supplements

Im Bereich der Supplements matchen sich die mediaprint.tv. Kombi und "tele - Das Fernsehmagazin" um den Platz an der Sonne. Beide reduzierten ihre Auflage, drucken aber immer noch gut deutlich über 900.000 Stück. Folgend die Auflistung nach Verteilung auf die jeweiligen Trägermedien: 
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