Zeitungen brauchen Generalisten und Spezialis...
 

Zeitungen brauchen Generalisten und Spezialisten

Für den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger ist Kompetenz die Grundvoraussetzung für Qualität.

Kompetenz ist nach Ansicht von Helmut Heinen, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Voraussetzung für Qualität. Auf einem Forum des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) zum Thema Qualitätssicherung in Bonn meinte er, dass Zeitungen sowohl Generalisten und Spezialisten gleichermaßen brauchen. Journalistische Qualität einer Zeitung lässt sich nach Ansicht Heinens aber nicht am grünen Tisch festlegen oder herbeiführen. Jede Redaktion müsse ihre Vorstellung von Qualität mit Blick auf die Interessen ihrer Leser nach Maßgabe ihrer Mittel und Möglichkeiten realisieren. Nach Verlegerangaben unterscheidet sich der journalistische Nachwuchs heute grundlegend von dem vergangener Jahrzehnte. Die meisten, die neu in die Redaktionen kämen, hätten ein abgeschlossenes Studium (2000: 69 Prozent). Journalistische Qualität hänge aber auch von einer angemessenen personellen Ausstattung der Redaktionen ab. Die Zahl der Redakteure bei Zeitungen sei von 12 800 (1993) auf 15 300 (2000) gewachsen, Tendenz steigend. Das gelte auch für die Redaktionskosten. Ihr Anteil an den Gesamtkosten eines Verlages habe 1975 bei 13,3 Prozent gelegen, im Jahr 2000 bei 22,5 Prozent.

(gk)


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