Zeitschriftenverlag : Gruner + Jahr trennt si...
 
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Gruner + Jahr trennt sich von Frankreichgeschäft

Gruner + Jahr

Tochterunternehmen Prisma Media wurde an Vivendi verkauft.

Der Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr trennt sich von seiner französischen Magazinsparte. Am Montag wurde das Tochterunternehmen Prisma Media an den französischen Medienkonzern Vivendi verkauft, wie Gruner + Jahr mitteilte. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt.


Von Vivendi hieß es in einer Mitteilung, man wolle durch den Kauf von Prisma Media mit 1.200 Mitarbeitern die Aktivitäten im Mediensektor stärken. Prisma Media gilt als führender Publikumszeitschriftenverlag in Frankreich, bekannte Titel sind "Femme Actuelle", "Geo" und "Télé-Loisirs".

Damit zieht sich Gruner + Jahr ("Stern", "Capital", "Gala") aus einem weiteren Zeitschriftenmarkt im Ausland zurück. Schon länger ist anvisiert, sich auf den heimischen Markt zu konzentrieren. Auch aus den Märkten unter anderem in den Niederlanden, Spanien und Österreich hatte sich der Verlag schon zurückgezogen.

Rückgang wegen Corona

Gruner + Jahr gehört zum Bertelsmann-Konzern. Dieser stieß eine Allianz seiner Sparten wie TV, Zeitschriften, Buch und Musik an - die Bereiche arbeiten verstärkt inhaltlich zusammen, um Synergien zu bilden. Zurzeit wird eine noch engere Zusammenarbeit von Gruner + Jahr mit der Mediengruppe RTL Deutschland geprüft. Wie genau diese aussehen und ob es gar eine Fusion geben könnte, ist noch unklar. Bertelsmann hält auch die Mehrheit der Anteile an der RTL Group.

Im vergangenen Jahr lag der Umsatz des Hamburger Zeitschriftenverlags bei rund 1,14 Milliarden Euro. Coronabedingte Rückgänge bei Werbung und Vertrieb hatten die Erlöse geschmälert. Das entspricht einem Rückgang von gut 16 Prozent zum Vorjahr 2019 mit rund 1,36 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 30 Millionen Euro auf 127 Millionen Euro.

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