Wrabetz betont Qualitäten der neuen ORF-Führu...
 

Wrabetz betont Qualitäten der neuen ORF-Führungskräfte

David Bohmann
Alexander Wrabetz
Alexander Wrabetz

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz begründete die Entscheidung für die beiden Channelmanager Lisa Totzauer und Alexander Hofer sowie die Chefredakteure Wolfgang Geier und Matthias Schrom mit deren fachlichen Qualitäten.

Alle vier Führungskräfte seien "langjährige und bewährte ORF-Profis", meinte Wrabetz. Sie seien "hervorragend qualifiziert, die programmlichen Herausforderungen der kommenden Jahre selbstbewusst anzunehmen und die Relevanz österreichischer Inhalte nachhaltig sicherzustellen." Der ORF-Generaldirektor verteidigte in einer Aussendung auch die neu geschaffene Struktur des ORF: "Mit der Einführung der Channel-Struktur, wie sie unsere Radioangebote Ö1 und Ö3 sowie die TV-Spartensender ORF III und ORF SPORT + seit Jahren erfolgreich praktizieren, schafft der ORF in den beiden Hauptsendern ORF eins und ORF 2 nun die Voraussetzungen, unserem Publikum das vielfältige öffentlich-rechtliche Angebot aus Information, Kultur, Sport und österreichischer Unterhaltung noch zielorientierter und umfassender präsentieren zu können."

Totzauer zeigte "großen Respekt" vor ihrer neuen Aufgabe, die nichts sei, "auf das man sich einfach so dahergesagt freuen kann". Sie versprühte aber "Zuversicht, dass dies gelingen wird, weil es gelingen muss." Auch Hofer will "mit großem Respekt und viel Engagement" seinen neuen Job angehen. Als Ziel formulierte er, ORF 2 als Lieblingssender des Publikums weiterzuentwickeln und erfolgreich zu halten. Gleichzeitig will er das Stammpublikum auch mit neuen Ideen überraschen.

Geier bezeichnete es als "besonderes Privileg", im "jungen, innovativen und unglaublich engagierten Team" von ORF eins Chefredakteur zu sein. Er kündigte an, dass die kommenden Wochen und Monate nicht nur für ihn, sondern auch für das Publikum spannend werden. Schrom will mit seinem Team "weiterhin eine unabhängige, ausgewogene und objektive Berichterstattung sicherstellen". Eine seiner Hauptaufgaben sieht er darin, "die Informationssendungen von ORF 2 weiterzuentwickeln und diese für die Herausforderungen, die uns vor allem durch den digitalen Wandel in unserer Gesellschaft vermehrt begegnen, zu rüsten."

ORF startet Publikumsbefragung

Zugleich gab der ORF den Start einer Publikumsbefragung bekannt. Unter dem Motto "ORF FÜR SIE. Was wünschen Sie sich vom ORF?" gibt es ab Montag schriftlich, telefonisch oder im direkten Kontakt an den "Unterwegs in Österreich"-Standorten die Möglichkeit, persönlich Wünsche, Fragen und Vorbehalte zu artikulieren. Gefragt sind Lob, persönliche Meinung, Anregungen aber auch Kritik.

Die Möglichkeiten der Beteiligung sind vielfältig: Per Telefon unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/55 66 44, schriftlich im Internet über oder während des Aktionszeitraums persönlich im "ORF FÜR SIE"-Bulli an den Standorten des mobilen "Unterwegs in Österreich"-Studios. Dieses tourt zwischen 28. Mai und 15. Juni in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich.

Visuelles Kernstück an den "Unterwegs in Österreich"-Standorten ist der eigens gebrandete VW-Bulli, der das mobile "Unterwegs in Österreich"-Studio in diesen drei Bundesländern begleitet. In seinem Inneren können die Besucher ihre Wünsche in die Kamera sprechen. Der Auftaktzeitraum der Aktion, die in mehreren Tranchen über ein ganzes Jahr anberaumt ist, dauert bis 15. Juni. Ab Herbst 2018 sind weitere Aktionswochen und Bulli-Touren in weiteren Bundesländern geplant.

Die Aktion wird begleitet von TV-Spots, die zur Teilnahme aufrufen. Zahlreiche ORF-Angebote in TV und Radio begleiten die Aktion inhaltlich und laden ebenso zum Mitdiskutieren ein. Die eingegangenen Rückmeldungen werden gesammelt und fließen in zukünftige Programmvorhaben ein, versicherte der ORF am Sonntag in einer Aussendung. Rasch verwirklichbare Anregungen und Wünsche würden umgehend umgesetzt.

"Der direkte Kontakt mit unserem Publikum war und ist dem ORF ein großes Anliegen", erklärte ORF-Generaldirektor Wrabetz. "Ziel ist es im persönlichen Kontakt gezielt zu erfahren, was unserem Publikum besonders gefällt und worauf es keinesfalls verzichten will. Aber auch, wo sich der ORF verbessern könnte und welche zusätzlichen Angebote sich die Österreicherinnen und Österreicher in Zukunft wünschen."

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