"Wollen unsere Meinung ans Licht bringen"
 

"Wollen unsere Meinung ans Licht bringen"

'Österreich'-Chef Voigt äußert sich zum Verfahren gegen den Presserat

Wie HORIZONT online am Mittwoch berichtete, wurde eine Klage der Mediengruppe "Österreich" gegen den österreichischen Presserat vom Handelsgericht Wien in erster Instanz abgewiesen. "Österreich" forderte darin, dass der Presserat Artikel von "Österreich" nicht mehr medienethisch bewerten darf. Argumentiert wurde damit, dass dieser in den Wettbewerb eingreife und sich staatliche Gewalt anmaße.

Im Gespräch mit der Austria Presse Agentur (APA) zeigte sich „Österreich“-Geschäftsführer Oliver Voigt gelassen. Das Urteil werde man sich genau ansehen und in Absprache mit den Anwälten die weitere Vorgehensweise bestimmen. "Wir wollen nicht unnötig Gerichtswege blockieren, aber jedenfalls unsere Meinung ans Licht bringen", zitiert ihn die APA.

Möglich sei, dass man im weiteren Instanzenweg ein Rechtsgutachten des Rechtswissenschafters Friedrich Rüffler, das für ein zweites unabhängiges Verfahren gegen den Presserat vorgesehen ist, einbringen werde. Das Verfahren möchte man "natürlich gewinnen", aber auch die Meinung "derer, die darüber entscheiden", nachvollziehen.

"Wir werden, wenn wir der Meinung sind, dass wir überzeugende und gute Argumente haben, überlegen und abwägen, ob wir berufen oder nicht." Alleine die Berichterstattung über die Causa habe jedenfalls einige Entscheidungsträger wachgerüttelt, wie er im Laufe der vergangenen Wochen aus persönlichen Gesprächen erfahren habe. "Das ist schon ein Erfolg", so Voigt gegenüber der APA.
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