Wirtschaftszeitungen: Harte Fakten, gewürzt m...
 
Wirtschaftszeitungen

Harte Fakten, gewürzt mit purem Lesevergnügen

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Wirtschaftstitel sind die meistgelesenen Publikationen bei Entscheidungsträgern
Wirtschaftstitel sind die meistgelesenen Publikationen bei Entscheidungsträgern

Die LAE 2019 macht deutlich: Wirtschaftstitel gehören zu den meistgelesenen Publikationen bei Entscheidungsträgern. Führend ist die Position der Wirtschaftskammer-­Zeitungen.

„Wer was zu sagen hat, liest die Zeitung der Wirtschaftskammer in seinem jeweiligen Bundesland“, heißt es vonseiten der WKO. Unter den Wochenzeitungen führen die neun Wirtschaftskammer-­Zeitungen mit einem LpA (Leser pro Ausgabe)-Anteil von 22,3 Prozent. Der CRM 2 (Cross-Media-Reach/Woche) beträgt stolze 25,6 Prozent. Bei den Inhabern, Teilhabern und geschäftsführenden ­Gesellschaftern, also den Top-Entscheidern, erreichen die Publikationen mit einer ÖAK-­geprüften Auflage von 521.072 Exemplaren mit 32,0 Prozent einen absoluten Spitzenwert.

In der Berichterstattung nimmt der Unternehmer „eine zentrale Rolle“ ein, wie Gary Pippan, LAE-Sprecher der Wirtschaftskammer-Zeitungen, erklärt. „Für unsere Leserbindung ist das ganz wichtig.“ Und: „Entscheider sind definitiv eine besondere Zielgruppe. Sie sind kritisch, haben wenig Zeit, haben eine sehr ausgeprägte eigene Meinung, sind es gewohnt, die Richtung vorzugeben, wollen rasch einen Nutzen erkennen, wollen verlässlich informiert werden, schätzen keine Oberflächlichkeiten. All das versuchen wir in unserer Berichterstattung zu berücksichtigen.“ Pippan verrät, wie man dabei vorgeht: „Sehr ‚straight‘ schreiben, schnell auf den Punkt kommen, eine strikte Themenauswahl, bei Lesegeschichten das Sich-Wiederfinden gut herausarbeiten, kompakte Texte, personenorientierte Bildsprache – und Mehrwert bieten mit Informationen, die andere Medien aufgrund der anderen Zielgruppe nicht bieten.“ Man müsse sich immer in den unternehmerischen Alltag hineindenken: Wie geht es dem Unternehmer in dieser Situation? Was löst es aus, wenn man ihm diese Information überbringt? Welche Zusatzinfos sind nötig, damit aus einem reinen Informiert-Sein eine konkrete Handlung wird? „Das ist unsere Aufgabe“, so Pippan. Dazu werde auch kein großer Apparat benötigt: „Die Redaktionen in den einzelnen Landeskammern sind sehr klein und bestehen in der Regel aus zwei bis fünf Mitarbeitern. Wir machen alles selbst. Wir haben daher keine personelle Trennung in Wirtschaftsnachrichten und Lesevergnügen. Jeder arbeitet an allem parallel.“

'Infotainment'

Ein Überblick über die Entscheider-Interessen zeigt, dass sie auch unterhalten werden wollen und dass auch Themen wie Sport, Kunst und Kultur, Urlaub und Reisen die Manager interessieren. Rudolf Loidl, Chefredakteur des Industriemagazins, hat das verinnerlicht und setzt es auch erfolgreich um. „Wir verstehen uns als Fachmagazin, das mit fundiertem Infotainment komplexe ­Sachverhalte an höchst fachkundiges Publikum vermittelt. Die Ergebnisse der LAE bescheinigen dem Industriemagazin als einzigem untersuchten Monatsmagazin einen Anstieg der Leser pro Ausgabe (Print; Anm.). Das ist ein außergewöhnlicher Erfolg, der uns unheimlich freut – und beweist, dass sich konsequenter Qualitätsjournalismus auch in einem B2B-Magazin auszahlt.“ Fundierte Fachinformationen von in der Branche tief ­vernetzten Kollegen bildeten die Schwerpunkte des redaktionellen „Mehrwerts“. ­Loidl: „Wir sprechen ‚Industrieisch‘, das ist nicht nur eine hohle Phrase.“ Das Industriemagazin kommt auf 8,9 Prozent LpA Print und auf 12,9 Prozent CRM 3 (Cross-Media-Reach/Monat).
Signifikante Unterschiede der Zielgruppe der Entscheider und der Nicht-Entscheider kann Loidl nicht erkennen. Die Entscheider erreiche man mittlerweile immer stärker auf digitalen Kanälen sowie über die Event-Schiene. „Wir sind ein kleines, agiles Team von vier festangestellten Kollegen und einer Handvoll freien Mitarbeitern, die tagtäglich ein ­digitales Angebot und monatlich ein kostenpflichtiges Premium-Print- und -Digitalangebot produzieren.“

Stefan Rothbart von den Wirtschaftsnachrichten setzt seine Prioritäten ähnlich: Das Magazin biete „umfassende Information kompakt und lesefreundlich aufbereitet. Leser nutzen unser Magazin sowohl, um sich bestmöglich über Sachthemen zu informieren, als auch zum Lesevergnügen für Zwischendurch. Der Mehrwert ist, dass für jede und jeden etwas dabei ist. Zudem haben unsere Inhalte einen Langzeitwert. Daher werden unsere Ausgaben von vielen Lesern archiviert und immer wieder zur Nachschlage herangezogen“. Mit dem Magazin Vorfreude biete man zudem ergänzend zur Arbeits- und Wirtschaftswelt „Raum für Erholung, Erlebnis und Belohnung“.

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