"WirtschaftsBlatt" steigt aus MA aus
 

"WirtschaftsBlatt" steigt aus MA aus

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Der "WirtschaftsBlatt"-Vorstandsvorsitzende Hans Gasser bestätigt den Ausstieg aus der Media-Analyse. (c) "WirtschaftsBlatt"
Der "WirtschaftsBlatt"-Vorstandsvorsitzende Hans Gasser bestätigt den Ausstieg aus der Media-Analyse. (c) "WirtschaftsBlatt"

Das "WirtschaftsBlatt" zieht sich wegen "veralteten Messmethoden" aus der Media-Analyse zurück.

"WirtschaftsBlatt"-Vorstandsvorsitzender Hans Gasser bestätigte am Donnerstag, 22. Dezember 2011, den Ausstieg des "Wirtschaftsblatts" aus der Media-Analyse. Grund seien "die methodischen Schwächen dieser in die Jahre gekommenen Printmedien-Untersuchung", die vor allem die mobilen Entscheider-Zielgruppen des "WirtschaftsBlatts" nicht ausreichend erfasse.

"Weder die notwendigen Interview-Fallzahlen für spezielle Zielgruppen, noch die veränderte Mediennutzungssituation unserer Leser und Leserinnen sind in dieser Untersuchungsmethode gewährleistet beziehungsweise erfasst", so Gasser. Diese Schwächen wolle man sich als Entscheidermedium "einfach nicht mehr leisten", zumal das "WirtschaftsBlatt" laut Gasser "aktuell eine crossmediale Markenreichweite und Leserakzeptanz wie noch nie in seiner Geschichte" habe. Die jüngste Media-Analyse für das zweite Halbjahr 2011 wies für das "WirtschaftsBlatt" eine Reichweite von 0,9 Prozent aus.

Wenn im Frühjahr 2012 die MA-Zahlen für das Jahr 2011 ausgewiesen werden, wird das "WirtschaftsBlatt" noch einmal mit von der Partie sein. Für die MA 2012 habe man keine Verpflichtungserklärung mehr abgegeben. Die Fachzeitung will bei der Ausweisung ihrer Reichweiten künftig neben der Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) vor allem auf eigene Untersuchungen sowie die Österreichische Webanalyse (ÖWA) setzen.

Kritik an den teils veralteten Messmethoden der Reichweitenforschung Media-Analyse gibt es seit längerem. Die ARGE Media-Analyse arbeitet daher derzeit an einer neuen, sämtliche Mediengattungen umfassenden Form der Reichweitenmessung mit dem Titel Media-Server. Dessen Einführung ist laut Gasser allerdings nicht vor 2014 zu erwarten.

(APA/red)
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