WirtschaftsBlatt: Punktlandung in der ÖAK
 

WirtschaftsBlatt: Punktlandung in der ÖAK

Die HORIZONT-Printausgabe 36-2009 präsentiert am 4. September eine ausführliche Übersicht auf die Ergebnisse der ÖAK Österreichische Auflagenkontrolle, 1. Halbjahr 2009. Auffällig: WirtschaftsBlatt-Vorstandsvorsitzender Hans Gasser steuerte die einzige Wirtschafts-Tageszeitung Österreichs im schwierigen Halbjahr geschickt durch die Untiefen der (Anzeigen-) Krise: Druckauflage im Halbjahresvergleich gehalten, Abos und Einzelverkauf sogar leicht gesteigert – und den adressierten Gratisvertrieb als Präsenzmanagement und zur Abo-Generierung erhalten.

HORIZONT: Generell: Welche Vertriebsstrategie hat das Wirtschaftsblatt im 1. Halbjahr 2009 verfolgt?



Hans Gasser: Wir haben auch im 1. Halbjahr 2009 unverändert das Ziel einer wirtschaftlichen und harten Auflagenpolitik verfolgt und durch die Optimierung einzelner Vertriebskanäle im vergangenen Halbjahr mit dem WirtschaftsBlatt noch zielsicherer die Business-Community erreicht. Beispiel: Trotz Einbußen im Großverkauf - die AUA reduzierte ihre Bordexemplar-Mengen - gelang es durch Auflagenumverteilung nun mehr alle Business-Lounges des Wiener Flughafens zu beliefern und damit auch hier Zielgruppeneffekte zu erzielen.



HORIZONT: Zur ÖAK: Druckauflage, EK und Abo sind ja im Halbjahresvergleich fast ident, bei Großverkäufen bzw. Gratisvertrieb haben Sie leicht „draufgelegt“ – welche Maßnahmen wurden da gesetzt?



Gasser: Unser Ziel ist es – neben einer dynamisch wachsenden, digitalen Reichweite des WirtschaftsBlatt – eine stabile Verkaufsauflage zu garantieren, denn schnell in die Höhe getriebene Auflagen sind weder wirtschaftlich, noch nachhaltig. Durch das Upgrade unserer Freitagsbeilage „kompakt“ zu einem vollwertigen Magazinprodukt ab 11. September werden wir die Freitag-Auflage und die Wochenend-Reichweite zusätzlich stärken.



HORIZONT: Zum Wirtschaftsblatt de luxe – ÖAK Ausweisung sinnvoll? Beziehungsweise ein „Studienhaus“ weiter – MA-Ausweisung als Supplement?



Gasser: Was die Ausweisung unserer Magazinprodukte „deluxe“ und „kompakt“ betrifft, so ist das bei der ÖAK kein Problem, weil dort jeweils die gesamte Freitag-Auflage bestückt wird. Eine getrennte Ausweisung dieser beiden Magazine in der Media-Analyse scheint mir nicht zielführend, denn das WirtschaftsBlatt wird schon als Zeitung in dieser Untersuchung zu ungenau und mit zu hohen Schwankungsbreiten ausgewiesen.


Nachtrag: Am 16. September erscheint erstmals die Freitag-Magazin-Beilage kompakt – Thema: „Marketing & Werbung“.
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