Wirtschaft will gelernt sein
 

Wirtschaft will gelernt sein

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Im Karussell der Wirtschaft hat auch die Berichterstattung ihr fixes Platzerl gefunden. Dass es sich da nicht immer bequem sitzt, zeigt eine Umfrage unter über 150 Tageszeitungen.

Im Karussell der Wirtschaft hat auch die Berichterstattung ihr fixes Platzerl gefunden. Dass es sich da nicht immer bequem sitzt, zeigt eine Umfrage unter über 150 Tageszeitungen. Platz- und Zeitmangel, die zunehmende Informationsflut und die Reduktion von Komplexität stellt den Wirtschaftsjournalisten vor eine schwierige Herausforderung. Gleichzeitig steigt die Bedeutung ebendieser Nachrichtensparte an. Damit einem beim vielen Drehen also nicht schwindlig wird, haben Jürgen Heinrich und Christoph Moss die Basics aufs Papier gebracht und packen das Problem gleich zu Beginn an der Wurzel – der Ausbildung. Dass diese nicht durch das Buch ersetzt werden kann, nehmen die Autoren gleich einmal vorweg. Dennoch finden Wirtschaftsjournalisten oder solche, die es noch werden wollen, hier eine hilfreiche Unterstützung. Mit einfachen Definitionen wichtiger Fachbegriffe, Quellen für die Recherchearbeit und dem richtigen Umgang mit Sprache und Zahlen haben Heinrich und Moss ein kleines Wirtschaftslexikon geschaffen, das verdeutlicht, wie qualitative Wirtschaftsberichterstattung aussehen soll. Das Sahnehäubchen ist eine Liste mit Sprachsünden.

Jürgen Heinrich, Christoph Moss, „Wirtschaftsjournalistik“, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, 334 Seiten, 26,90 Euro, ISBN-978-3-353-14209-8

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