„Wir sind eigentlich so etwas wie Matchmaker“
 

„Wir sind eigentlich so etwas wie Matchmaker“

Johannes Brunnbauer
Moritz von Laffert, CEO von Condé Nast Deutschland & Vice President Condé Nast International
Moritz von Laffert, CEO von Condé Nast Deutschland & Vice President Condé Nast International

Moritz von Laffert, CEO von Condé Nast Deutschland &Vice President Condé Nast International, hielt am zweiten Vormittag eine Keynote zum Thema „Aufbruch! Wie die Reise von der Medienmarke zur Markenwelt gelingt“.

„Es gibt keine reinen Printhäuser mehr, sondern das Angebot wurde stark diversifiziert“, sagte Moritz von Laffert, CEO von Condé Nast Deutschland &Vice President Condé Nast International in seiner Keynote. Worauf man dabei aber aufbaue, sei die Kraft der Tradition. „Print funktioniert immer noch hervorragend“, ist er überzeugt. „Ich will das Lied vom Untergang von Print daher nicht mehr singen.“ Die Frage sei, welchen Wertbeitrag Print beim Aufbau einer Markenwelt hier leisten können. „Wir müssen beleuchten, was man auf Basis von Printmarken aufbauen kann. Der Schlüssel dabei sei „Liebe und Zuwendung. Printmarken muss man hegen und pflegen“.  Zudem brauche es einen  langen Atem und den Willen zu investieren: „Dabei bin ich aber überzeugt davon, dass nicht jeder investierte Dollar sofort einen Return-of-Investment bringen muss.“  Wichtig sei es aber auch, w owohl international als auch lokal stark verankert  zu sein. Ein weiter wichtiger Punkt sei, dass man einen  journalistischen Führungsanspruch erhebe. „Es braucht ein klar definiertes Feld mit Expertenanspruch.“

Keine Markenwelt ohne starke Printmarken
Um auf dieser Basis eine erfolgreiche Markenstrategie aufzubauen, müsse man seine Nische benennen können. „Es klingt banal, aber wir haben uns die Frage gestellt,  in welchem Business wir eigentlich sind.“ Bei Condé Nast habe man sich das so beantwortet: „Wir sind eigentlich so etwas wie Matchmaker.“  Seit über 100 Jahren bringe man Leser mit stark kuratierten und relevanten Inhalten in Berührung,  wir öffnen Firmen verschiedener Branchen Kontaktpunkte zu den Menschen, die sich in ihre Marken verlieben könnten, und wir bringen schwer zu findende Communitys mit der Luxusindustrie zusammen. Hier setze man auf eine Touchpoint-Strategie, wobei der Aufbau einer Markenwelt ohne starke Printmarken nicht möglich wäre. „Der Kern sind die editorialen Marken.“  

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