Wikileaks: Amnesty startet weltweite Kampagne...
 
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Amnesty startet weltweite Kampagne für Julian Assange

APA/AFP
Julian Assange muss sich am Montag vor einem Richter verantworten.
Julian Assange muss sich am Montag vor einem Richter verantworten.

Gründer vor Wikileaks muss am Montag vor britisches Gericht, das über seine Auslieferung an die USA entscheidet

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty international startet angesichts seiner bevorstehenden Anhörung vor einem britischen Gereicht eine weltweite Kampagne für Wikileaks-Gründer Julian Assange. Die US-Börden sollen alle Spionagevorwürfe gegen Assagen fallenlassen, fordert Amnesty. Falls dies nicht geschehe, dürften die britische Behörden Assange nicht an die USA ausliefern, so die Organisation weiter. 

„Die US-Regierung verfolgt Julian Assange aufgrund der Veröffentlichung von Dokumenten, in denen mögliche Kriegsverbrechen des US-Militärs dokumentiert sind. Dies ist nichts weniger als ein Angriff die Meinungsfreiheit“, sagt Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty International Österreich.

Botschaftsasyl

Assange kam ursprünglich in Haft, nachdem er sich dem Zugriff von schwedischen Behörden entzog, die ihm Vergewaltigung vorwarfen. Die Ermittlungen dazu wurden inzwischen eingestellt. Der Aktivist versteckte sich zunächst in der Botschaft von Ecuador in London. Nachdem sein Botschaftsasyl endete wurde er von britischen Behörden wegen Verletzung seiner Kautionsauflagen verhaftet und später verurteilt. Gleichzeitig stellten jedoch auch die US-Behörden einen Auslieferungantrag wegen Assanges Tätigkeit fürWikileaks.

„Julian Assanges Veröffentlichung interner US-Regierungsdokumente auf Wikileaks darf nicht bestraft werden. Das ist investigativer Journalismus. Eine Anklage gegen strafrechtliche Verfolgung von Julian Assange könnte andere JournalistInnen oder WhisleblowerInnen abschrecken, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen. Daher haben wir weltweit eine Petition für Julian Assange gestartet: Alle Anklagen, die gegen Julian Assange wegen seiner Arbeit bei Wikileaks erhoben werden, müssen fallengelassen werden!“, so Patzelt.

Zum Auftakt der Auslieferungsanhörung laden am Montag auch der Österreichische Journalisten Club (ÖJC), die europäische Journalistenorganisation Association of European Journalists (AEJ) und die Initiative #Candles4Assange zu einer Mahnwache für Assange nahe der Australischen Botschaft in Wien.

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