Wiener Zeitung: Warten auf weitere Schritte
 

Wiener Zeitung: Warten auf weitere Schritte

Wiener Zeitung / Moritz Ziegler
Wiener Zeitung-Geschäftsführer Wolfgang Riedler sieht „konstruktive Gespräche“.
Wiener Zeitung-Geschäftsführer Wolfgang Riedler sieht „konstruktive Gespräche“.

Auch vier Monate nach dem angekündigten Wegfall von Pflichtveröffentlichungen gibt es keine finale Lösung für die Wiener Zeitung – aber viel Hoffnung.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 17/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Die republikseigene Wiener Zeitung befindet sich auch nach gut vier Monaten weiter im Schwebezustand. Seit dem von der neuen Regierung paktierten Wegfall entgeltlicher Pflichtveröffentlichungen von Firmen sowie der staatlichen Verlautbarungspflichten im Amtsblatt hängt ein Damoklesschwert über der ältesten regelmäßig erscheinenden Tageszeitung der Welt, sind diese Posten doch eine wichtige Säule für die finanzielle Stabilität der Wiener Zeitung. Man werde sich schnell um ein „langfristiges Konzept“ für das Blatt bemühen, hatte Medienminister Gernot Blümel im Dezember gemeint.

Aktuell ist die Causa Wiener Zeitung zwischen der Debatte um Gebühren und die nahende Medien- Enquete ein wenig aus dem Blickfeld geraten. „Es laufen permanent Gespräche mit der Regierung“, betont Chefredakteur Walter Hämmerle. Auf seine offizielle Bestätigung muss Hämmerle auch noch weiter warten, die Redaktion hat sich ja schon für ihn ausgesprochen.

Die Gespräche würden zudem in „eine gute, konstruktive Richtung“ gehen, sagt Hämmerle gegenüber HORIZONT. Man sei in ständigem Kontakt und arbeite Konzepte aus. Schließlich gehe es darum, die Wiener Zeitung als Dienstleister für die Republik auf neue Beine zu stellen. Auch Geschäftsführer Wolfgang Riedler beschrieb die Gespräche als konstruktiv. Dem Vernehmen nach könnte der Schwebezustand noch eine Zeitlang andauern, einen Zusammenhang mit der Medienenquete soll es jedenfalls nicht geben.

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