Wiener Bürgermeister: Mediengesetze keine Leu...
 

Wiener Bürgermeister: Mediengesetze keine Leuchten

Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl prangert bei der Eröffnung der Österreichischen Medientage die von der Regierung beschlossenen Mediengesetze an.

"Das ORF-Gesetz, das Privatfernsehgesetz und das Privatradiogesetz sind keine Leuchten am Gesetzeshimmel", prangert Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl (SPÖ) bei der Eröffnung der zehnten Österreichischen Medientage in Wien die Medienpolitik der Bundesregierung an. Mit den neuen Gesetzen hätten sich die ökonomischen Bedingungen für den ORF verschlechtert, ohne dass den privaten Anbietern ein Vorteil verschafft worden sei, so Häupl. Auch wenn er sich dessen bewußt sei, dass neben einem starken ORF die Luft zum Atmen für die Privaten sehr dünn sei, sei es wichtig, dem ORF die Chance zu gegeben, sich jene Mittel, die er für sein Programm benötigt, am freien Markt zu verdienen.



Außerdem kündigt Häupl eine Initiative seinerseits bei den anderen Landeshauptleuten zur endgültigen Abschaffung der Werbesteuer an, um so ein Zeichen für den Werbe- und Medienstandort Wien und Österreich zu setzen.



Die Medien käme unter anderem bei der bevorstehenden EU-Osterweiterung eine wichtige Rolle zu, um die Idee von diesem neuen, gemeinsame Europa auch in die "Köpfe und Herzen der Menschen zu tragen", so der Wiener Bürgermeister.



Walter Nettig, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, schloss sich Häupls Forderung nach Abschaffung der Werbesteuer an und richtete an die Medien den Wunsch nach "interessanterer und vielschichtigerer" Wirtschaftsberichterstattung.

(as)

Die Foto-Galerie zu den Medientagen gibt es unter www.onlinefoto.at.

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