Wie digitale Medien das Unternehmertum beeinf...
 

Wie digitale Medien das Unternehmertum beeinflussen

„Mut zum Abenteuer Unternehmen“: Manager diskutierten darüber, wie die Technik den Arbeitsalltag bestimmt.

Dass bei ersten großen Arbeitskreis „Mut zum Abenteuer Unternehmen – Die Neuerfindung der Wirtschaft oder doch: Zurück zu den Wurzeln?“  letztlich hauptsächlich um das Internet und technische Geräte im weitesten Sinn gehen würde, war eine Überraschung  der Diskussion.  Nach den Umbrüchen im Unternehmertum fragte Moderator Peter Pelinka („News“) und Herbert Paierl (Magna) holte erst Mal aus: Früher hätte es Münzsprecher gegeben, heute Handies, „und die sind ein Fluch und ein Segen zugleich. Gestern habe ich seiben Conference-Calls geführt, drei davon über das Internet“, so Paierl, der davon überzeugt ist, dass vor allem KMU von der permanenten Internetanbindung profitieren könnten.

Aleksandra Izdebska (DiTech) profitiert insofern von digitalen Medien und dem Internet, „da ich nur so mit meinen 300 Mitarbeiter kommunzieren kann“. Die Digitale Welt hätte Normen verändert , „früher hat man Briefe geschrieben, heute muss man Emails schnell beantworten, sonst gilt es ja als unhöflich“, so Izdebska.  Das Thema wörtlich nahm Oliver Schmerold vom ÖAMTC . „Mutig wären die ÖAMTC-Manager in den 1980er Jahren gewesen, indem sie die Notfallmedizin mittels Helikoptern revolutionierten. Heute kommunzieren wir mit 1,8 Millionen Mitgliedern via Neue Medien und produzieren zahlreiche Videos, die auch von TV-Sendern gekauft werden“, so Schmerold.

Michaela Reitterer vom Boutique Hotel Stadthalle berichtete über die Anfänge Null-Energie-Hotels für die „Nachhaltige Szene“ zu vermarkten. „Das Web 2.0 ist ein Fluch und Segen zugleich. Früher haben die Leute gebucht und sind gekommen. Heute melden sich Menschen bei zehn Hotels an und übernachten dort, wo als erstes eine Antwort per Email kommt und am besten noch ein Rabatt“, so Reitterer.

Dass die ständige Vernetztheit via Digitaler Medien und Internet sich negativ auf den Flugverkehr auswirkt, glaubt Peter Malanik von den Austrian Airlines nicht. „Gerade KMU-Manager machen heute Kontakte in die ganze Welt. Diese Leute wollen sie dann auch besuchen“, so Malanik. Außerdem hätten digitale Medien geholfen den Hürdenlauf auf dem Flughafen angenehmer zu machen. „Und da ist immer noch Potenzial: Ich träume davon, dass ich meinen Koffer am Flughafen einfach aufgeben kann, mit der Sicherheit ihn wieder zu sehen. Und nur mit freundlichem Bodenpersonal spreche, wenn ich das wünsche“, erklärt der AUA-Chef. Für Petra Jenner von Microsoft seien die digitalen Medien ein zweischneidiges Schwert. „Es erfordert Mut, Dinge zu depriorisieren, Dinge nicht zu tun. Wir haben die Technologien, aber uns fehlt ist, damit verantwortungsvoll umzugehen“, erklärt Jenner.

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