Werbezeitenvermarkter unter der Lupe
 

Werbezeitenvermarkter unter der Lupe

Eine Triconsult-Studie im Auftrag von BESTSELLER zeigt Qualitäten und Verbesserungspotenziale der Vermarkter für TV und Hörfunk.

Kontaktintensität gehört nicht gerade zu den Stärken der heimischen Vermarkter für Fernsehen und Hörfunk, ergibt eine Studie des Wiener Marktforschungsinstituts Triconsult im Auftrag von BESTSELLER. So gibt zwar jeweils die Mehrheit der befragten Auftraggeber und Agenturvertreter an, dass die Betreuungsintensität „gerade richtig" wäre. Gleichzeitig empfinden durchschnittlich mehr als 20 Prozent, in Einzelfällen sogar ein Viertel (Goldbach Media) oder gar ein Drittel (ATV) der Befragten den Kontakt mit dem jeweiligen Werbezeitenvermarkter als „etwas zu selten" oder sogar „viel zu selten". Dass die Vermarkter ihre Berührungspunkte zu Werbetreibenden beziehungsweise Agenturen deutlich vermehren könnten, zeigt auch die Statistik über die tatsächlich erfolgten Kontakte: Mit der ORF-Enterprise hatten in den vergangenen zwölf Monaten 80 Prozent der Befragten zu tun, auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand der Privatsender ATV mit 46 Prozent, und bei Schlusslicht Goldbach Media sind es gar nur 17 Prozent. Bemerkenswerte Unterschiede tun sich auch in der Bewertung der Mitarbeiterqualität auf. Freundlichkeit wird demnach bei sämtlichen Vermarktungsunternehmen groß geschrieben, Lücken klaffen allerdings mancherorts in Sachen Verhandlungssicherheit und fachliche Qualifikation. Am besten schneiden hierbei die Mitarbeiter der Radio Marketing Service (RMS) Austria ab, die von 71 Prozent als verhandlungssicher und von 81 Prozent als fachlich qualifiziert bewertet werden. Auch für die ORF-Enterprise gibt es in punkto Mitarbeiter ein positives Zeugnis: Diese gelten für 67 Prozent der Auftraggeber und Agenturen als verhandlungssicher und sogar für 82 Prozent als fachlich qualifiziert. Für Marktforscher Josef ähnlich „kuriose Ergebnisse" resultieren aus der Bewertung der Vermarkterqualitäten insgesamt: Durchaus gut schneiden sämtliche Vermarktungsunternehmen ab, was die korrekte und saubere Arbeitsweise betrifft. Als häufigste Schwachstellen erweisen sich indes Angebotsvielfalt, Produktinnovation und die jeweiligen hauseigenen Fachveranstaltungen

Zu lernen haben die Werbezeitenvermarkter auch noch in Sachen Fachveranstaltungen. Der vergleichsweise größten Beliebtheit erfreuen sich die Fachveranstaltungen der ORF-Enterprise, die von 63 Prozent der Befragten als „hochwertig" eingestuft werden, einmal mehr gefolgt von der RMS Austria mit einem Wert von 61 Prozent. Auch die Kompetenz zu „attraktiven gesellschaftlichen Veranstaltungen" wird den Vermarktern eher weniger zugetraut.

Die von BESTSELLER in Auftrag gegebene Studie „Vermarkter für TV und Hörfunk" wurde vom renommierten Wiener Marktforschungsinstitut Triconsult durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden 300 Mitarbeiter befragt, die bei werbetreibenden Unternehmen oder Agenturen für die Zusammenarbeit mit den relevanten Vermarktungseinrichtungen zuständig sind. Die Feldarbeit fand von 12. bis 22. September 2006 statt. Die enthaltenen Vermarkter können zum Preis von 500 Euro die über ihr Unternehmen erhobenen Daten bei Triconsult-Geschäftsführer Dr. Felix Josef unter Tel.: 01/408 49 31 oder via mail anfordern.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen BESTSELLER-Ausgabe (10/2006) nachzulesen.

(jm)

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