Werbeverbot: Schweiz überlegt Verbot von Bill...
 
Werbeverbot

Schweiz überlegt Verbot von Billigfleisch-Werbung

smile / stock.adobe.com

Als "reine Frequenzbringer" werden die Preisschlachten im Fleisch-Segment kritisiert. Zustimmung kommt auch von den Vier Pfoten in Österreich.

Wie die NZZ am Sonntag berichtet, ist das Werbeverbot von Preisrabatten bei Fleisch gerade Thema in unserem Nachbarland. Adrian Aebi, Vizedirektor des Schweizer Bundesamtes für Landwirtschaft, sagt gegenüber der Zeitung: "Rabatte für Fleisch sind oft reine Frequenzbringer, das entspricht nicht der Wertigkeit von Fleisch und ist einem nachhaltigen Konsum nicht förderlich." Deshalb möchte sich das Schweizer Parlament bis 2022 in Richtung einer nachhaltigen Ernährungspolitik bewegen. Kernthema hierbei ist der Einfluss auf das Klima und die Tierzucht macht laut NZZ rund sechs Prozent des ökologischen Fußabdrucks der Schweiz aus. Ein Werbeverbot für besonders günstige Produkte der Kategorie steht daher im Raum.


In Österreich ist eine Stimme, die ein solches Werbeverbot befürwortet, der Verein Vier Pfoten. Deren Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck zu der Diskussion in der Schweiz: "Die Diskussion in der Schweiz muss auch bei uns endlich ernsthaft geführt werden, zumal auch in Deutschland Landwirtschaftsministerin Klöckner schon ein Verbot von Fleischrabatten gefordert hat. Denn Fleisch wird regelmäßig verschleudert, als ob es wertlos sei. Dahinter steht aber ein Tier, das dafür sein Leben lassen musste. Wenn Lebensmittel so billig sind, sollten eigentlich bei den Konsumentinnen und Konsumenten alle Alarmglocken schrillen. Denn wir zahlen letztlich alle einen hohen Preis dafür."

In Österreich wurde erst kürzlich intensiv über Werbeverbote und ihre negativen Auswirkungen für ganze Industrien debattiert.

stats