Werbespendings wachsen um 1,6 Prozent
 

Werbespendings wachsen um 1,6 Prozent

Laut Focus-Bilanz übertreffen die Bruttoausgaben von Jänner bis Juni kumulativ das erste Halbjahr 2004 um 2,8 Prozent.

Nach leichten Rückgängen im April und Mai können die Werbespendings im Juni erstmals wieder zulegen. Laut Focus Marketing Research wurden im Juni insgesamt 233,7 Millionen Euro in Werbung – inklusive Direct-Marketing – investiert. Das entspricht einem Plus von 1,6 Prozent gegenüber Juni 2004. Während die klassische Werbung sogar plus 2,7 Prozent verbucht, schreibt das Direct-Marketing-Segment allerdings minus 2,6 Prozent. Kumulativ liegen die Werbeausgaben im ersten Halbjahr 2005 um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Eine erfreuliche Entwicklung weisen im ersten Halbjahr unter anderen die Presse total mit plus 4,0 Prozent, die regionalen Wochenzeitungen mit plus 10,3 Prozent sowie die Tageszeitungen mit 7,9 Prozent und Privatfernsehen mit plus 22,7 Prozent auf. Zuwächse erzielen auch die Segmente Hörfunk total mit plus 1,2 Prozent, Hörfunk Private mit plus 7,1 Prozent, die Außenwerbung mit pls 8,4 Prozent und die Online-Werbung mit plus 21,3 Prozent. Einbußen müssen hingegen Hörfunk ORF mit minus 1,3 Prozent, TV total mit minus 0,1 Prozent, die Illustrierten und Magazine mit minus 5,0 Prozent sowie Direct Marketing total mit minus 1,0 Prozent hinnehmen.

Als Spitzenreiter unter den werbetreibenden Sektoren entpuppt sich im ersten Halbjahr die Dienstleistungsbranche mit plus 13,2 Prozent, gefolgt von den Medien mit plus 10,8 Prozent. Auf dem Wachstumspfad befinden sich auch Handel und Versand (plus 5,0 Prozent) sowie der Sektor Investitionsgüter (plus 2,9 Prozent). Negativ bilanzieren indes die Markenartikelbranche (minus 7,8 Prozent) und der Sektor Sonstige – inkludiert Touristik, Freizeit, Immobilien und Politik – mit minus 5,8 Prozent.

Die von Focus Marketing Research ermittelten Bruttowerte geben den Werbedruck wieder, entsprechen jedoch nicht den tatsächlichen Netto-Werbespendings.

(jm)

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