Werbespendings stabilisieren sich
 

Werbespendings stabilisieren sich

Der Werbeaufwand ist im September 2002 um 1,2 Prozent gestiegen, in den ersten drei Quartalen liegt er insgesamt um 2,5 Prozent im Minus.

„Anlaß zu leichtem Optimismus" geben laut Focus Marketing Research-Geschäftsführer Josef Leitner die aktuellen Werbeaufwandszahlen. Im September 2002 ist das Werbeaufkommen in Österreich gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,2 Prozent gestiegen. "Einschränkend muss allerdings angeführt werden, dass der September 2001 (der Werbeaufwand schrieb damals nur 0,9 Prozent plus, Anm. d. Red.) ein in jeder Hinsicht atypischer und negativer Vergleichsmonat war und somit die Latte sehr niedrig lag", relativiert Leitner die Ergebnisse. Mit Juli 2002 wurde dennoch die anhaltende Negativserie der Werbeaufwandszahlen durchbrochen. Sämtliche Monate des dritten Quartals sind geringfügig positiv.

Der Jahresvergleich ist allerdings noch immer negativ. Bis Ende September 2002 wurden insgesamt 1,4 Milliarden Euro in Werbung investiert, was gegenüber den ersten drei Quartalen des Vorjahres ein Minus von 2,5 Prozent bedeutet.

Das Kino schreibt heuer bisher mit minus 15,3 Prozent die größten Verluste, gefolgt vom ORF Hörfunk, der im Jahresvergleich 13,2 Prozent im Minus liegt. Dieses negative Ergebnis erklärt Leitner mit dem Wegfall des Regionalradioringes. Die Privatradiosender schreiben in den ersten drei Quartalen 2002 5,5 Prozent Minus. Innerhalb der Printmedien, die insgesamt 4,6 Prozent im Minus liegen, schreiben die Tageszeitungen mit minus 9,2 Prozent die größten Verluste. Ein erfreuliches Plus können das klassische Prospekt (plus 12,6 Prozent) und die Außenwerbung (plus 9,5 Prozent) verbuchen.

Unter den werbetreibenden Sektoren steigern die Markenartikler und auch der Handel ihre Werbespendings. Aktuell münde der Werbeaufwand in eine Phase der Stabilisierung, so Leitner. Weitere Details finden Sie auf der Homepage von Focus Media Reserach

(juju)

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