Werberat gegen "Werbegauner"
 

Werberat gegen "Werbegauner"

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„Österreich darf kein Eldorado für Gauner sein“, meint der Werberat und startet eine Initiative gegen betrügerische Webrung.

Erlagscheine, die niemand bezahlen müsste, Gewinnspiele, bei denen nur der Organisator gewinnt, teure Einträge in Register, die niemand braucht – die Trickser in den verschiedensten Branchen werden immer erfinderischer. Vor allem Einträge in fingierte Branchenverzeichnisse liegen stark im Trend. Gauner, oft in international agierenden Netzwerken organisiert, haben die Mittel des (Direct)-Marketing für sich entdeckt. Mit diversen Tricks - im Kleingedruckten ist etwa eine Bestellung über mehrere tausend Euro versteckt – und einem äußerst aggressiven Mahnwesen werden Millionen verdient.



Zu diesem Thema diskutierte auf Einladung des Österreichischen Werberates (ÖWR) und seiner europäischen Dachorganisation, der European Advertising Standards Alliance (EASA) nicht nur eine Expertenrunde am Rande der Werbewirtschaftlichen Tagung (WWT) in Graz, der Werberat will auch verstärkt Aktivitäten gegen derlei Praktiken setzen. Gemeinsam mit den Unternehmen der Branche sollen die neuen Trickser aufgespürt und ihnen das Handwerk gelegt werden, fordert der ÖWR-Präsident Schuster.



Zum Selbstschutz der Branche und im Sinne der Selbstregulierung forciert der ÖWR daher sein Internet-Portal als Plattform für einschlägige Beschwerden und kooperiert dabei mit dem Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb, der Klagsfähigkeit hat und sie auch nutzt.

(as)

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