Werbekonjunktur weiter durchwachsen
 

Werbekonjunktur weiter durchwachsen

Laut Prognos-Studie "Werbemarkt Österreich 2009" findet in den nächsten Jahren kein kräftiges Wachstum der Werbespendings statt.

Zwiespältig fällt die Studie "Werbemarkt Österreich 2009" des Schweizer Zukunftsforschungsinstitutes Prognos aus. Demnach würden die Bruttowerbespendings, das sind die gesamten Werbeausgaben ohne Abzug von Rabatten, Skonti und Provisionen, bis auf weiteres alles andere als kräftig ansteigen. Zu diesem Schluss kommt Prognos-Autor Josef Trappel bei der Präsentation der Studie, heute, Dienstag, 27. September 2005, vor Journalisten in Wien.



Die Konjunkturaussichten und die Stimmungslage der Konsumenten hätten sich Mitte dieses Jahres verschlechtert. Deshalb ist laut Prognos-Studie nach einem Zwischenhoch von 5,2 Prozent Plus im Vorjahr für heuer nur mit einem Wachstum der Bruttowerbespendings von 3,2 Prozent zu rechnen. Der gesamte klassische Werbekuchen wird laut Prognos von 2,284 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,357 Milliarden Euro heuer anwachsen.



Die Jahre 2006 und vor allem 2007 werden durch den avisierten Markteintritt der Fellner-Tageszeitung geprägt sein. Was für ein Plus bei den gesamten Bruttospendings von 5,4 Prozent in 2006 und 7,0 Prozent in 2007 sorgen soll. Dieses Wachstum ist allerdings nur ein vordergründiges, da wohl der Tageszeitungswerbekuchen durch das Gewähren von Rabatten und Skonti künstlich aufgebläht werden wird.



In den Jahren 2008 und 2009 ist dann laut vorliegender Studie ein Konsolidierungsprozess zu erwarten, mit Wachstumsraten von nur noch 3,6 Prozent beziehungsweise 3,2 Prozent. Fazit: Die diesjährige Werbemarktstudie von Prognos ist im Vergleich zur Analyse des Vorjahres von größeren Unsicherheiten geprägt. Die Marktakteure sind sich der möglichen Risiken bewußt und handeln dementsprechend vorsichtig.



(wh)

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