„Wenn Fernsehen tot ist, dann ist es eine lus...
 

„Wenn Fernsehen tot ist, dann ist es eine lustige Leich'“

Mut zur Transformation: „Das Fernsehen ist tot? Es lebe das Fernsehen!“

Die Lobrede auf die Vergangenheit ist vorüber: Unter der Moderation von Kurier Chefredakteur Helmut Brandstätter stellten sich Ludwig Bauer (ATV), Markus Breitenecker (PULS 4 / ProSiebenSat.1 Austria), Kai Mitterlechner (Sky), Josef Ostermayer, Staatssekretär für Medien und Koordination und Michael Wagenhofer (ORS) der Zukunft des Fernsehens. Schnell waren sie sich alle einig: Hoch lebe das Fernsehen: ATV-Chef Ludwig Bauer: „Wenn Fernsehen tot ist, dann ist es seit 20 Jahren eine lustige Leich'“. Die Rede von dem „Sterblichen Medium ist komplett aus der Luft gegriffen“. Denn letztlich sind jene Prophezeiungen, die einen Niedergang des Fernsehens, durch die herangetretene Gefahr des Internets vorhersahen, nicht eingetroffen. Nach der Benennung der wesentlichen historischen Fernsehentwicklungen stellte Breitenecker fest: „Es wurde diskutiert ob das Fernsehen unter dem Internet leidet“, herausgestellt hat sich aber, dass es wohl eher die Zeitungsbranche ist die Einbüße verbuchen muss. Die wesentliche Frage die es jetzt zu stellen heißt, lautet: Verschmelzen das Fernsehen und das Internet?“

Fernsehnutzung

Die Leitlinie der Diskussionsrunde und die Feststellung das Fernsehen sei auch in Zukunft ein fixer Bestandteil im Konsumentenverhalten begründete sich auf der in den letzten drei Jahren gestiegenen Fernsehnutzung, diese beruhe wiederum auf der technischen Verfügbarkeit und der besseren Qualität.

Inhalt

Content ist unbestritten, laut ATV-Geschäftsführer Ludwig Bauer, „King“, dennoch den gleichen Stellewert heißt es der Navigation einzuräumen: Es bedarf den „Inhalt bestmöglich zu platzieren“: 1. Content muss attraktiv sein, in seinen unterschiedlichsten Facetten. 2. Wiederauffindbar und „kein Friedhof digitaler Daten.“ Der Diskussionsfaden spannte sich weiter: laut Wagenhofer gelte es Fernsehen mit dem Web zu kombinieren und konvergieren, denn die Thematik ist geprägt von einer „ Komplexität“ und wesentlich „schwieriger als früher zu regulieren.“ Breitenecker führte hierzu aus, dass die technischen Infrastrukturen vereinfacht werden müssen. In den Raum gestellt wurden zudem semantische Aspekte: Content vs. Programm, die jedoch mit den Worten „Wenn wir aufhören über Content zu reden und leidenschaftlich über Programme reden, dann werden wir aufhören uns über den Inhalt Gedanken zu machen“ ein Ende fand.

Wettbewerb

Staatssekretär Josef Ostermayer sah sich in der Debatte um die Frage der politischen Rahmenbedingungen erklärungsbedürftig. Die Herausforderung sieht er im Bereich des Urheberrechts. Zudem bedarf es das „duale Rundfunksystem aufrecht zu erhalten und zu verbessern“ und der Einführung eines internationalen Regelwerks. Seiner Ausführung wurde jedoch prompt entgegengesetzt: „Das hören wir jetzt schon seit Jahren.“
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