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Wegen Faymann-Einladung: Stiftungsräte schicken Anfragen an Wrabetz

Einzelne Stiftungsräte haben ORF-Chef Alexander Wrabetz Anfragen bezüglich des Faymann-Interviews am kommenden Sonntag in "Im Zentrum" geschickt.

Jetzt ist die Einladung des Bundeskanzlers Werner Faymann zum Einzel-Gespräch in "Im Zentrum" endgültig in der Chefetage des ORF angekommen. Wie der "Standard" berichtet, haben mehrere Stiftungsräte schriftliche Anfragen an ORF-Chef Alexander Wrabetz geschickt. Namentlich nennt die Zeitung den Leiter des ÖVP-Freundeskreis' Thomas Zach, Wilfried Embacher, Norbert Steger und Hans Peter Haselsteiner. Es handele sich dabei nicht um eine gemeinsame, wohl aber um eine abgestimmte Aktion.

Thomas Zach will demnach offenbar von Wrabetz wissen, von wem die Initiative zum Einzelinterview ausgegangen sei. "Abseits des politischen Getöses muss die Frage gestellt werden, ob wir nach Ansicht des Generaldirektors mit diesem Formatbruch bei einer bewährten Diskussionssendung unserem gesetzlichen Auftrag zur Unparteilichkeit und Objektivität bestmöglich gerecht werden", sagt Thomas Zach gegenüber dem "Standard".

Einen Mangel an anderen, passenden Formaten könne er jedenfalls nicht feststellen. Dieses Argument führte auch der frühere ORF-Infodirektor Elmar Oberhauser ins Feld. "Grundsätzlich muss es dem ORF unbenommen sein, einen Bundeskanzler eine Stunde lang zu interviewen. Es gibt aber sicher passendere Gefäße für ein solches Gespräch, zum Beispiel in der 'Pressestunde' oder im 'Report'", sagte er am Freitag

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