,Weg mit diesem Dreck!´
 

,Weg mit diesem Dreck!´

Kommentar von HORIZONT-Online zu einem aktuellen Sujet von bet-at-home von gantnerundenzi – diesfalls nicht nur Berater-los als Agentur, sondern auch hirn- & kopflos – von Herwig Stindl.

Was macht man mit Wiederholungstätern? Vor zwei Jahren provozierten der Glücksspielanbieter bet-at-home und seine Agentur gantnerundenzi mit dem „Zungenkuss-Sujet“ anlässlich der Euro-2008 – und wurden prompt vom Werberat ermahnt. Anlässlich der Fußball WM probieren es die notorisch auffälligen Grenzgänger – das Sujet in eigener Sache (Markus Enzi und Daniel Gantner in Pietá-Pose) wieder verhaltensauffällig:



Das „Foul des Jahrtausends“, die Grenzüberschreitung des Fußball-Magiers Zinedine Zidane im Finalspiel der WM Frankreich gegen Italien (das die Franzosen – zu Recht – den Titel kostete) „inspirierte“ Agentur (und einen willenlosen „Kunden“) zu einer Geschmacklosigkeit jenseits aller Grenzen.  



Im Kodex des Werberat steht wohl formuliert:  



„In unserer Gesellschaft ist ein deutlicher Trend zur Verrohung und zu Gewalttätigkeiten erkennbar. Diese Entwicklung, die eine Vielzahl von Wurzeln hat, ist weder aus ethisch moralischen noch aus volkswirtschaftlichen Gründen zu billigen. Jedes Mittel, das mithilft, diesen Trend zu stoppen bzw. abzuschwächen, wird begrüßt.



Werbung ist aufgrund ihrer sozialen Verantwortung und Vorbildwirkung aufgerufen, diese negative Entwicklung nicht nur nicht weiter zu fördern, sondern ihr durch Aussagen und Darstellungen aktiv entgegenzuwirken.



1. Werbung darf sich keiner gewalttätigen, Gewalt ästhetisierenden oder gewaltverharmlosenden Sujets bedienen.



1.1. Es dürfen keine Darstellungen und Aussagen erfolgen, die brutales, aggressives oder asoziales Verhalten enthalten oder zu solchen Verhaltensweisen ermutigen.



1.2. Negative Charaktereigenschaften sollen nicht als Werbeargumente verwendet werden."



Zitat Ende.  



Es ist ganz einfach. Liebe Freunde: Euer Leben mag ein „Spiel“ sein mit dem Geld anderer Leute (das ist an und für sich schon problematisch…). Aber was Ihr hier zeigt, ist schlicht unerträglich (dass auch diese Zeilen in Eurer und Eures völlig gewissenlosen „Kunden“ Überlegungen „eingepreist“ sind - geschenkt).



Werberat, agieren Sie: Weg mit diesem Dreck!
stats