WAZ will weg aus Südosteuropa
 

WAZ will weg aus Südosteuropa

Laut "Handelsblatt" will die WAZ-Gruppe Beteiligungen in Südosteuropa verkaufen.

"Südosteuropa ist für uns kein Zukunftsmarkt. Wir wollen uns dort nicht verstärken", verrät Konzernchef Bodo Hombach in der heutigen Ausgabe vom "Handelsblatt". Der frühere EU-Beauftragter für den Balkan will künftig Medienbeteiligungen verkaufen, wenn die Angebote der Interessenten stimmen: "Wir können, aber müssen nicht verkaufen. Diese Freiheit führt dazu, dass wir es dann tun, wenn es profitabel ist", so Hombach in dem "Handelsblatt"-Artikel.

Derzeit ist die WAZ mit eigenen Zeitungen in Serbien, Kroatien, Bulgarien, Mazedonien, Rumänien und Ungarn präsent. Noch heuer sollen die Beteiligungen in Serbien und Rumänien verkauft werden. Auslöser der Abkehr vom Balkan ist der seit Monaten tobende Streit um die WAZ-Beteiligungen in Serbien. "Für die WAZ ist kein Platz in Serbien", sagte der serbische Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic zuletzt der Boulevardzeitung "Novosti", ausgerechnet ein Blatt der WAZ. Der Konflikt entzündete sich am bisher gescheiterten Kauf von "Novosti", der laut WAZ vom engen Geflechten zwischen Politik und Oligarchen verhindert wurde.

(Quelle: APA)
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