WAZ-Gruppe will Kosten senken
 

WAZ-Gruppe will Kosten senken

"Handelsblatt": Interner Brief an Führungskräfte mit Aufforderung Einsparmöglichkeiten ausfindig zu machen

Das deutsche Medienhaus WAZ plant aufgrund des schwierigen Anzeigenmarktes massive Einsparungen. Laut dem "Handelsblatt" wurden Führungskräfte in einem internen Schreiben dazu aufgefordert, Einsparmöglichkeiten in ihrem Bereich ausfindig zu machen. Im Oktober soll es zu einer Führungskräftekonferenz kommen. Die Kosten sollen so in den nächsten zwei Jahren im In- und Ausland um ein Fünftel reduziert werden. "In einem offenen und transparenten Prozessen führen wir Gespräche, die Kosten bis zum Jahr 2014 um 20 Prozent abzusenken", sagte WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe).

Laut Nienhaus ist vor allem der nationale Anzeigenmarkt durch die Abwanderung großer Handelsketten wie Aldi rückläufig. Hingegen sei der regionale Anzeigenmarkt weitgehend stabil. Ziel es sei für Markenartikler künftig attraktiver zu sein. Vor allem Besserverdienende und gute Ausgebildete würden Zeitung lesen. "Wir sind daher interessanter für BMW statt für Aldi", sagte Nienhaus.

Das "Handelsblatt" berichtet weiters, dass die WAZ-Gruppe laut Unternehmensinsidern dieses Jahr einen Umsatz von über einer Milliarde Euro und eine weiter zweistellige Umsatzrendite erwartet. 2011 erwirtschaftete die Mediengruppe mit ihren 40 Zeitungen und über 100 Zeitschriften rund 1,1 Milliarden Euro.
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