WAZ-Chef will mit "Krone" Frieden schließen
 

WAZ-Chef will mit "Krone" Frieden schließen

Bodo Hombach deutet die Möglichkeit einer Verschiebung der Eigentümeranteile an. Der WAZ-Konzern und die Familie Dichand halten je die Hälfte an der "Kronen Zeitung".

WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach wünscht sich "ein Ende der festgefahrenen Unbeweglichkeit" in der "Krone" und spricht sich indirekt für eine Veränderung der Eigentümerverhältnisse aus, sollte es innerhalb der WAZ zu einer Verschiebung der Eigentümeranteile kommen. "50:50-Verhältnisse verbergen unter schöner Symmetrie spezifische Schwierigkeiten - erst recht in der zweiten Generation. Da kann man im Sinne klarerer Unternehmens- und Führungsstrukturen klüger werden", so Hombach im "Medien Spezial", einer Koproduktion von "trend" und "Bestseller".

Welcher der beiden Hälfteeigentümer, Familie Dichand oder WAZ, die Mehrheit an Österreichs weitaus größter Tageszeitung übernehmen könnte, ließ Hombach freilich offen. "Entscheidend ist ein fairer Interessensausgleich. Einen solchen Dialog muss man ergebnisoffen beginnen. Das 'Wenn ja, dann nur ich' versteinert ganz sicher den Knoten. Ernsthafte Gespräche können ihn vielleicht lösen. Ich glaube nicht, dass Rechtsstreitigkeiten weiterführen." Grundsätzlich strebe er einen "vernünftigen und fairen Friedensschluss" an. "Ob es dazu kommt, kann ich gegenwärtig nicht vorhersagen." Die Gespräche zwischen den Gesellschaftern wolle er selbst nicht "durch öffentliche Äußerungen im Vorhinein befrachten" - wahrscheinlich sitze er selbst nicht am Verhandlungstisch, so der WAZ-Geschäftsführer.

(Quelle: APA)
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