WAZ bekommt staatlichen Zuschuss für Osterwei...
 

WAZ bekommt staatlichen Zuschuss für Osterweiterung

40 Millionen Euro schießt die Europäische Bank für Wiederaufbau in die Wiener Ost-Holding.

Die Essener WAZ-Gruppe ist bekannt für ihr krakenhaftes Verhalten, wenn es um die Übernahme von Regionalzeitungen und -verlage geht - auch in Osteuropa. Wie der Mediendienst "New Business" berichtet, hat der Konzern nun um eine staatliche Finanzspritze für den eigenen Ostausbau gebeten, und prompt 40 Millionen Euro von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) bekommen.

Diese sollen, so heißt es, an die Wiener WAZ-Tochter "Ost Holding" gehen. Damit sollen Investitionen in den Bereichen Verlags- und Druckgeschäft sowie elektronische Medien getätigt werden. Im Vordergrund stehen Zukäufe und Beteiligungen bei bereits bestehenden Firmen. Die WAZ ist unter anderen bereits in Russland, Kroatien, Serbien, Rumänien, Ungarn aktiv.

Die EBWE ist eine von öffentlichen Trägern sowie der Europäischen Kommission kontrollierten Bank und soll unter anderem den Aufbau pluralistischer Medienangebote fördern. Die WAZ-Gruppe steht pikanterweise gerade wegen der Vernichtung von Pluralität  unter Beschuss  - es sollen nämlich die Hauptressorts  von drei von vier Regionalzeitungen in  Nordrhein-Westfalen zu einer Mantelredaktion zusammengelegt werden. Gewerkschaften und Verbände laufen Sturm, zwischen 200 und 300 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.




Mehr dazu lesen Sie im kommenden Horizont Nr.46/2008, der am 14. November erscheint.
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