"Was uns morgen blüht"
 

"Was uns morgen blüht"

Die Standortbestimmung zum Jahr 2010 legen "Die Zeit", Joachim Riedl, und Public Affairs Berater Kovar & Köppl, als "Eine Analyse der politischen Arena 2010" vor.

"Was können wir daraus lernen, dass manche Führungskräfte und das ,einfache´ Volk mittlerweile in verschiedenen Welten leben? Und vor allem: Was bedeutet das für die Zukunft? Das sind nur einige jener Fragen, auf die 40 Vordenker aus Österreich, Deutschland und der Schweiz auf Einladung der ,Zeit´ und des Wiener Beratungsunternehmens Kovar & Köppl Antworten gesucht haben. Ihre Beiträge bilden – zum mittlerweile vierten Mal – die Grundlage für eine Analyse der politischen und gesellschaftlichen Arena, aus der sich jene Problemstellungen herauslesen lassen, die in den nächsten Jahren die politische und soziale Agenda bestimmen werden.



Die Kernaussage: "Die Politik ist gefordert, mehr denn je. Gerade weil es den Handelnden offenbar immer schwerer fällt, mit den rasanten Veränderungen in Wirtschaft und Wissenschaft Schritt zu halten und dem zunehmenden Auseinanderdriften der Gesellschaft entgegenzuwirken." - schreibt Co-Studienautorin Cornelia Maybäurl in der "Zeit", Österreich-Teil, am 30. Dezember 2009, im Beitrag "Die Stille nach dem Crash", in dem die Quintessenz der auch in Buchform vorliegenden Arena-Studie "Was uns morgen blüht" präsentiert wird.



"Zeit"-Österreich Redaktionsleiter Joachim Riedl in der Einleitung: "Die Internet-Revolution, von der alle gehofft haben, dass sie zu mehr Transparenz und größerer Informiertheit weltweit führt und all jenen eine Stimme gibt, die in den klassischen Medien nicht zu Wort kamen - diese Revolution hat in Wahrheit den Verlust von aktueller Information zur Folge: Die zahllosen News-Dienste im Web sind nahezu ausschließlich Plattformen der Weitergabe von Nachrichten. Die Erstellung dieser Nachrichten wird weiterhin überwiegend von den Printmedien und den öffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen geleistet, denn nur dort gibt es ausreichend große Teams von recherchierenden, wertenden, analysierenden Redakteuren. Das Geschäft mit Anzeigen und Abonnenten machen aber die Internetdienste, weshalb sich die Printmedien ihre Stäbe nicht mehr leisten können, weshalb die Qualitätszeitungen weltweit zugrunde gehen (die USA sind hier Vorreiter) und damit auch die Quellen versiegen, aus denen das Internet seinen Content schöpft. ,Der Parasit tötet seinen Wirt´, formulierte der US-Medienexperte David Simon bei einer Anhörung im US-Senat drastisch."



Kleiner Abriss zu den auf 170 Buchseiten vom Autorentrio Andreas Kovar, Cornelia Mayrbäurl und Walter Osztovics aufbereiteten Themen in Stichworten: Soziale Kohäsion, Good Governance, Globales Dorf, Knappe Güter, Projektdesign und "So what? Schlussfolgerungen und Empfehlungen" (Zitat daraus: "Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, sich politisch zu engagieren. Investieren Sie in Bildung. Suchen Sie Geschäftspartner in China, Brasilien oder einem anderen rohstoffreichen Land. Lassen Sie sich auf jede nur erdenkbare ethische Diskussion über Ihr Unternehmen ein. Verzichten Sie freiwillig auf Ihren Bonus".



Zum Jahresauftakt 2010 also gleich eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung: Andreas Kovar, Cornelia Mayrbäurl, Walter Osztovics: Was uns morgen blüht. Eine Analyse der politischen Arena 2010; ISBN 978-3-9-3845640-8, polisphere library, Berlin 2009; 30,00 Euro.    
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