Was bleibt vom EURO-Geld?
 

Was bleibt vom EURO-Geld?

Genau ein Monat nach dem EM-Finale Spanien-Deutschland in Wien, bilanziert die UEFA über die üerragenden Einnahmen, die Medien hingegen verzeichnen Einbußen.

ÖFB-Präsident Friedrich Stickler und Euro SA-Geschäftsführer Martin Kallen zogen bei der 121. und letzten Pressekonferenz zum Thema UEFA Euro 2008 ein äußerst erfreuliches Resümee über das Fußballgroßereignis. Laut Stickler habe man sich im Vorfeld der EM vorgenommen, „die beste Europameisterschaften aller Zeiten zu organisieren.“ Dies sei laut dem ÖFB-Präsidenten tatsächlich gelungen: Die UEFA spricht von Einnahmen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, was ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Turnier 2004 in Portugal bedeutet. Übrig bleibt ein Gewinn von 700 Millionen Euro, nach der Auszahlung der Mitgliederverbände immerhin noch 250 Millionen Euro.


Dem gegenüber steht eine ernüchternde Bilanz der Medien- und Werbebranche, die die Einbußen, die während der Europameisterschaft erwirtschaftet wurden, noch nicht verdaut hat. „Der Werbewert für die einzelnen Länder wird erst erhoben. Der Durchschnittswert bis jetzt besagt, dass jeder Austragungsort rund sieben Stunden im Bild war“, so Stickler. Dies entspreche einem Werbewert von rund 90 Millionen Euro. Die Stimmung in den Medien ist jedoch eher verhalten, - Stimmen, die eher von einem finanziellen Desaster als von einem überragenden Gewinn sprechen, werden immer lauter (horizont.at berichtete). 


Mehr dazu lesen Sie in der kommenden Ausgabe des HORIZONT Nr. 31, der am 1. August 2008 erscheint.

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