Warum es jetzt klappen kann: Burda und Funke ...
 
Warum es jetzt klappen kann

Burda und Funke starten dritten Anlauf zur gemeinsamen Werbevermarktung

Max Louis Köbele
In vielen Treffen, Telefonaten und Video-Calls treibt Burda-Vorstand Philipp Welte die Werbe-Kooperation mit Funke voran
In vielen Treffen, Telefonaten und Video-Calls treibt Burda-Vorstand Philipp Welte die Werbe-Kooperation mit Funke voran

Auf ein Neues: Hubert Burda Media und die Funke Mediengruppe unternehmen einen weiteren Versuch, große Teile ihrer Werbevermarktung zusammenzulegen, grob gezählt den dritten. Doch diesmal könnte es tatsächlich endlich funktionieren – und das muss es auch.

Bereits im Februar hatte HORIZONT über solche Pläne berichtet. Da war mit Bauer noch ein Dritter mit im Bunde, weder bestätigt noch dementiert. Die anderen beiden Häuser hatten im Februar mitgeteilt, es gebe da „keine Pläne“ (Burda) und „keine konkreten Vereinbarungen“ (Funke). Dass die drei Verlage die tatsächlich bereits ausgearbeiteten Pläne damals noch abgestritten haben, ist mit Blick auf den kartellrechtlichen Prozess durchaus verständlich. Bauer allerdings schied bald aus – offenbar hatte man sich nicht über die Konstruktion und die internen Konditionen des geplanten Gemeinschaftsunternehmens einigen können.

Derweil dürften die Emissäre von Burda und Funke nach 2017/2018 und 2019/2020 zum dritten Mal informell beim Bundeskartellamt vorgefühlt haben – zumindest ist das, mit der Gelegenheit zu Nachbesserungen, bei solchen Vorhaben üblich, vor einer möglichen offiziellen Anmeldung beim Amt. Aus der Tatsache, dass die beiden Verlagshäuser ihre Pläne seitdem weiterhin abgestritten haben, kann man ablesen, dass die Bonner Behörde bei den inoffiziellen Vorfeld-Sondierungen ihren Daumen offenbar weiterhin gesenkt hielt.#

Genau das dürfte sich nun geändert haben. Denn auf eine erneute Anfrage von HORIZONT Deutschland aufgrund weiterer Informationen teilt eine Burda-Sprecherin jetzt mit: „Gerade angesichts der weiter gewachsenen Dominanz US-amerikanischer Technologieplattformen auf dem Werbemarkt in Deutschland sehen wir als Verlagsbranche die zwingende Notwendigkeit, uns durch kooperative Strategien und in gemeinschaftlichen Strukturen zu stabilisieren. Nur wenn es uns gelingt, unsere Kräfte im Rahmen der kartellrechtlichen Grenzen zu konzentrieren, haben wir eine Chance, unsere wichtige journalistische Aufgabe in Politik und Gesellschaft auch zu erfüllen. Zu laufenden Verfahren kommunizieren wir nicht.“

Die ersten beiden Sätze sind zwar sicherlich richtig – aber auch nichts Neues. Gerade Burda-Verlagsvorstand Philipp Welte predigt das seit Jahren in kaum mehr zählbaren Interviews, Reden und Kommentaren. Interessanter ist daher der letzte Satz: „Zu laufenden Verfahren kommunizieren wir nicht.“ Ein Funke-Sprecher formuliert ihn fast wortgleich. Heißt: Es gibt da ein Verfahren, also Pläne. Diese Info, wenn auch kaum mehr, erfuhren an diesem Montag die Vermarktungsteams beider Häuser. Denn die offizielle Anmeldung der Sache und ihrer Details beim Kartellamt steht ja weiterhin aus. Und was herauskommt, ist ohnehin ungewiss.

Die Pläne: Funke möchte seine Magazin-Werbevermarktung (bei den Regionalzeitungen will man das Geschäft mit lokalen und nationalen Kunden weiter selber besorgen, letzteres auch über den Verbund Score Media) und Burda seine Vermarktungssparte Brand Community Network (BCN) in ein Gemeinschaftsunternehmen überführen; beziehungsweise Funke am BCN beteiligen. Anders als beim letzten Anlauf 2019/20 soll es also ein Joint Venture geben, keine Mandatierung der Funke-Magazine ans BCN. Nicht ausgeschlossen jedoch ist,

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