Wahlmarathon am und um den Küniglberg
 

Wahlmarathon am und um den Küniglberg

Im ORF-Zentrum auf dem Wiener Küniglberg geht heute der Wahlmarathon für den künftigen Generalintendanten über die Bühne.

Seit Freitag, 21. Dezember 2001, 9.00 tagt der ORF-Stiftungsrat im ORF-Zentrum Wien, um den künftigen Generaldirektor des öffentlich-rechtlichen Senders zu wählen. Nach den bisher amtierenden fünf männlichen Generalitendanten könnte heute erstmals eine Frau die Führung des größten Mediums des Landes übernehmen: Dr. Monika Lindner, derzeit ORF-Intendantin im Landesstudio Niederösterreich.



Linder und dem amtierenden Generalitendanten Gerhard Weis werden allgemein die künftig Position auf dem ORF-Chefsessel eingeräumt. Zu den Außenseitern zählen APA-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Vyslozil, der ehemalige Pro-Sieben-Vorstand Michael Wölfle, Kurt Rammerstorfer, ORF-Lindesintendant in Oberösterreich, sowie der ehemalige ORF-Mitarbeiter Karl Stipsicz, Programmdirektor des ungarischen Privatsenders TV 2, und ORF-Planungschef Wolfgang Lorenz.



Nach Beginn der Sitzung der 35 ORF-Stiftungsräte, die den neuen ORF-Chef wählen, um 9.00 Uhr wird erst das Prozedere für das Hearing und dann eine Wahlordnung festgelegt. Insgesamt stellen sich 15 Kandidaten dem Hearing durch den Stiftungsrat: acht Kandidaten mit einer herkömmlichen Bewerbung – nachdem noch am Donnerstag (20. Dezember) der Student und Jux-Kandidat Thomas CH. Pfeiffer seine Bewerbung zurückgelegt hat - sowie die sieben durch die Stiftungsräte nachnominierten Bewerber. Auch Josef Wessely hatte seine Bewerbung unmittelbar vor dem Hearing zurückgezogen.



Eine erste Entscheidung über jene Kandidaten, die in einem Finale gegeneinander antreten könnte am Nachmittag fallen, mit der endgültigen Generaldirektors-Kür wird frühestens bis 18.00 oder 19.00 Uhr gerechnet. Die Wahl könnte sich aber auch bis tief in die Nacht oder gar frühen Morgenstunden hinein ziehen.



Zur Wahl des neuen ORF-Chefs sind 18 der 35 Stiftungsratstimmen erforderlich. Bisher war eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Wahl des Generalintendanten nötig.

(as)

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