Wahl des Generaldirektors: ORF: Prantner trit...
 
Wahl des Generaldirektors

ORF: Prantner tritt ebenfalls an

ORF / Hans Leitner
ORF-Online-Chef Thomas Prantner tritt zur Generalswahl an.
ORF-Online-Chef Thomas Prantner tritt zur Generalswahl an.

Per Twitter gab der ORF-Onlinechef Mittwoch Vormittag seine Bewerbung für den Posten des ORF-Generaldirektors bekannt.

"Erfahrung zählt. Erfolg verpflichtet. Expertise bewiesen. Ich habe soeben meine Bewerbung für die Funktion des ORF-Generaldirektors abgegeben," so Prantners Worte im Kurznachrichtendienst. Der Online- und TVthek-Chef des öffentlich-rechtlichen Senders ist damit der vierte namhafte Bewerber aus dem Unternehmen nach Generaldirektor Alexander Wrabetz, Chefproducer und Vize-Finanzdirektor Roland Weißmann und ORF1-Channelmangerin Lisa Totzauer.

Als Gründe für seine Kandidatur nennt Prantner seine 33-jährige ORF-Erfahrung "in unterschiedlichsten Management-Funktionen und Bereichen des ORF", davon 26 Jahre in Führungsfunktionen. Und er verweist auf seine "objektiv nachweisbare Erfolgsbilanz", mit der er die "Digitalisierungsoffensive entscheidend mitprägen konnte". Prantner ist zudem überzeugt, "
dass ich auf Basis eines neuen Reformprogramms maßgeblich dazu beitragen kann, dieses Unternehmen mit Verantwortungsbewusstsein, Umsicht, Einsatz, Dynamik, Entscheidungsstärke und Durchsetzungskraft in eine neue gute Zukunft zu führen – im Interesse des österreichischen Publikums und im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter". Er sieht eine "Zeitenwende" fürs Unternehmen und die Zeit "für einen Change- und Transformationsprozess" gekommen. Der "bürgerlich" zu verortende Prantner mit guten Kontakten zur FPÖ galt bereits bei der Wahl 2016 als potenzieller Bewerber. Ein respektables Ergebnis bei der Abstimmung könnte seine Position im Unternehmen stärken.

Bewerbungsfrist endet heute

Die Bewerbungsfrist für den wichtigsten Medienjob im Land endet heute Mittwoch um 24.00 Uhr. Die Bewerbungskonzepte der Kandidaten müssen bis zu diesem Zeitpunkt bei einem Notar eingelangt sein, gehen in der Folge an die 35 Stiftungsräte, die am 10. August den neuen (alten) ORF-Chef wählen. Bis 3. August können die ORF-Räte weitere Kandidaten nominieren, bis 6. August können sie diese zum nicht-öffentlichen Hearing einladen. Über alle im Hearing auftretenden Bewerber wird in der Folge abgestimmt. Als aussichtsreichster Gegenkandidat zum amtierenden ORF-Chef Wrabetz gilt im Moment Roland Weißmann, der die "türkise" Mehrheit  im Stiftungsrat hinter sich haben soll.
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