Wahl 2017: Das Programm von Puls 4
 

Wahl 2017: Das Programm von Puls 4

Stefan Armbruster
Moderiert werden alle Sendungen zur Nationalratswahl 2017 von ProSiebenSat.1-Puls 4-Infochefin Corinna Milborn.
Moderiert werden alle Sendungen zur Nationalratswahl 2017 von ProSiebenSat.1-Puls 4-Infochefin Corinna Milborn.

Zehn TV-Konfrontationen, eine Elefantenrunde, drei Spezialausgaben von "Pro und Contra" und das "Café Puls Wahlwandern" stehen auf der Bewegtbildagenda von Puls 4 zur Nationalratswahl.

Dieser Artikel erschien auch in der HORIZONT-Printausgabe 31/2017 vom 4. August. Hier geht's zum Abo.

Nachdem im Juli die insgesamt sechs Sommergespräche Bühne für den politischen Diskurs geboten haben, geht es im September mit den Wahlsendungen zur Nationalratswahl 2017 weiter: Zehn TV-Konfrontationen, eine Elefantenrunde, drei Spezialausgaben von "Pro und Contra" und das "Café Puls Wahlwandern" stehen auf der Bewegtbildagenda von Puls 4. Moderiert werden alle Sendungen von ProSiebenSat.1-Puls 4-Infochefin Corinna Milborn. Gegenüber HORIZONT gibt die Infochefin Einblick, worauf sie sich im Rahmen der Wahlsendungen am meisten freut, warum der Sender auf neue Formate verzichtet und warum es in Zeiten von Social Media, Filterblasen und Fake News wichtig ist, dass Spitzenkandidaten im TV direkt aufeinandertreffen.

Am Montag, den 11. September, fällt der Startschuss für die TV-Konfrontationen - wöchentlich werden an insgesamt fünf Terminen jeweils zwei Konfrontationen stattfinden. Den Anfang machen Heinz Christian Strache versus Matthias Strolz (20:15 Uhr) und Heinz Christian Strache versus Ulrike Lunacek (21:05 Uhr). Die Konfrontationen sind es auch, worauf sich Corinna Milborn am meisten freut. "Ich habe jetzt mit jedem Kandidaten ein Sommergespräch geführt. Im Einzelinterview decken sich viele Ansagen - alle wollen zum Beispiel Islamismus bekämpfen, gleichen Lohn für Frauen und europäische Lösungen für die Asylfrage." In den Konfrontationen werde es darum gehen, wie sich die Parteien voneinander abgrenzen. "Das wird ein harter Wahlkampf, in dem es für einige um die blanke Existenz als Parteichef oder gar als Parlamentspartei geht. Und es ist ein Wahlkampf mit exzellenten Spitzenkandidaten. Dementsprechend engagiert werden die TV-Konfrontationen geführt werden", sagt Milborn. Am Sonntag, den 24. September, treffen dann alle Spitzenkandidaten im Rahmen der Elefantenrunde aufeinander - es wird die erste Konfrontation aller Spitzenkandidaten im TV sein, ausgestrahlt zur besten Sendezeit.

Quer durch alle Bundesländer

"Pro und Contra" meldet sich erstmals am Montag, den 4. September, um 22:35 Uhr mit einer Spezialausgabe zur Nationalratswahl 2017. Nachdem am Montag, den 9. Oktober, alle Konfrontationen geschlagen sind, wird es ein weiteres "Pro und Contra"-Spezial unter dem Titel "Die Herausforderer" geben. Das dritte "Pro und Contra"-Spezial wird am Montag nach dem Wahltag, den 16. Oktober, zum Wahlausgang ausgestrahlt.

Zudem wandert Moderator Florian Danner anlässlich der Nationalratswahl quer durch alle Bundesländer - seine Route verläuft vom westlichsten bis zum östlichsten Punkt Österreichs. Danner wird dabei die Bevölkerung zu Wort bitten, um ihre Erwartungen und Wünsche an die nächste Regierung zu erfragen. Über seine Eindrücke und Erlebnisse im Gespräch mit Herr und Frau Österreicher wird er ab Donnerstag, den 14. September, täglich von Montag bis Freitag in "Café Puls" berichten.

Verzicht auf neue Formate

Auf neue Formate wird verzichtet. "Diese Wahl ist eine Richtungswahl. Wir leben in einer Umbruchszeit und diese Wahl hat das Potenzial, das Land zu verändern", sagt Milborn. Und daher verzichte man "auf jede Art von Auflockerung, auf spielerische Elemente und dramaturgische Kniffs" und setze "auf das purste Format, das sich seit Anbeginn der Demokratie bewährt" habe: die "Debatte in ihrer reinsten Form".

Im Rahmen des US-Wahlkampfs habe Milborn ein Format sehr gut gefallen: "The Circus", das der amerikanische Pay-TV-Sender Showtime ausgestrahlt hat. "Das waren sehr unmittelbare, aktuelle Reportagen aus dem US-Wahlkampf, direkt aus den Teams der Kandidaten, unglaublich nah dran und informativ." Auf Österreich sei dieses Format allerdings "leider schwer übertragbar", so die Infochefin.

Social Media im Wahlkampf

Die Rolle von Social Media werde man kritisch beleuchten und begleiten. Milborn sehe diese nämlich "sehr kritisch, sogar demokratiegefährdend". Das gehe weit über Propaganda und Fake News hinaus: "Wir haben es mittlerweile - dank Filterblasen - mit so unterschiedlichen Erzählungen über dieselben Ereignisse zu tun, dass es praktisch keinen gemeinsamen Boden mehr gibt, auf dem der politische Diskurs stattfinden kann", so die Infochefin. Umso wichtiger sei es ihrer Meinung nach, dass die Spitzenkandidaten im Fernsehen direkt aufeinandertreffen - damit Anhänger einer bestimmten Partei beziehungsweise eines bestimmten Spitzenkandidaten auch Gelegenheit haben, die jeweils andere Seite anzuhören.
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