W24 bringt sich für 2013 in Position
 

W24 bringt sich für 2013 in Position

Der Wiener Stadtsender präsentiert sich selbstbewusst und mit umfangreichen Plänen für das neue Jahr.

Seit April 2012 tut sich was am Wiener TV-Markt: W24 präsentiert sich nach einem umfassenden Relaunch und einem Investitions- und Modernisierungsschub im neuen Kleid.

Mit einer Menge neuer Formate, erfolgreichen Moderatoren, darunter Kristina Inhof, die nun auch auf Puls4 moderiert, und für das Herzstück von W24, die Live-Abendnachrichtensendung "Guten Abend Wien" um 18.30 Uhr verantwortlich zeichnet und einem klaren Fokus auf Wien und seine Bezirke, erreicht der Sender seine Zielgruppe via Telekabel.

Der Wiener Stadtsender mit 34 Mitarbeitern befindet sich im Eigentum der WH Medien einer 100 Prozent Tochter der Wien Holding. Die WH Medien hält fünf Prozent am Wiener Kabelfernseh-Anbieter UPC Telekabel Wien. Die WH Medien ist weiters Eigentümerin der Kabel-TV-Wien Programmveranstaltungs- und Marketing und erreicht laut Teletest 50.000 Wiener im Kabelnetz also 4,5 Prozent Marktanteil.

Geleitet wird das Unternehmen von Geschäftsführer Marcin Kotlowski, Michael Kofler ist Programmdirektor, Kurt Raunjak Chefredakteur. W24 mit der roten Schleife ist lokales Stadtfernsehen. "Seit April ist das Publikum jünger geworden. Die Verweildauer ist von acht auf elf Minuten gestiegen. Unser Fokus sind Information, Service und Unterhaltung für Wiener", freut sich Kotlowski über die Erfolge der ersten Monate.

Kofler ergänzt: "Unser Claim ist: Mein Wien. Das bedeutet auch, dass jede und jeder bei uns ins Fernsehen kommen kann. Am wichtigsten sind uns unsere Zuseher und die Geschichten die wir über sie erzählen. Sie stehen im Fokus der Berichterstattung". "Der Greißler um die Ecke, das sind wir", stellt Kotlowski im Interview mit dem HORIZONT (12/36) fest.

Etabliert sind inzwischen Formate wie der Talk "Beim Feicht", hier kommt neu "Feicht on Tour" hinzu. Aber auch "Knöppels Sportlounge" gefällt, wie Josef Broukals Magazin "Zukunft im Alltag", das in Kooperation mit Di Tech entsteht oder die Wiener Soap "Marie hat voll die Krise". W24 zeigt täglich von 18.00 bis 21.45 Uhr ein neues Programm, das schließlich im Anschluss wird.

Kooperation wird im wirtschaftlichen Bereich großgeschrieben, kleine und mittelständische Unternehmen der Stadt erhalten in Kürze im Rahmen eines Medienkonvergenzprojektes in einer Rubrik über die lokale Wirtschaft eine Plattform. Außerdem kooperiert man mit anderen Sendern, wie dem Wiener Bezirksblatt oder Okto TV.

"Mit unseren Themenflächen möchten wir die Zuseher an fixe Schwerpunkte im Programm gewöhnen", meint Kofler. Auch will man so die Verweildauer der Zuseher erhöhen. So widmet sich jeder Wochentag einem Thema: Montag ist Sporttag, am Dienstag Comedytag am Mittwoch informiert W24 Spezial aus Wiens Grätzeln und berichtet über Themen, die die Stadt bewegen, auch am Donnerstag geht es um Wien, am Freitag liegt der Fokus auf Kochen, am Samstag auf Unterhaltung und Events.

"Wir wollen die Events, die in Wien stattfinden dem Publikum präsentieren, weshalb wie hier in Equipment und Redakteure investieren", erzählt Kurt Raunjak. Ein weiterer Schwerpunkt ist Service-TV, dafür rücken "Die Helfer Wiens" in Kürze aus. Ab Jänner erhält der Sender eine Station Voice für On-Air-Promotions - hierfür wurden vier Sprecher ausgewählt, für die auf Facebook gevotet werden kann.

Ziel laut Kotlowski ist es in vier Jahren um die ein bis 1,5 Millionen Euro zu erlösen, 2012 waren es 200.000 Euro mittels Kooperationen. Daher wird der Vertrieb gestärkt werden, Vorbilder könnten münchen.tv oder center.tv in Köln sein. W24 ist darüber hinaus VÖP-Mitglied und engagiert sich für Österreichs Lokalsender und deren verstärkte Zusammenarbeit. Auch die RTR unterstützt einige der regionalen Formate des Wiener Stadtsenders.
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