Volle Fahrt voraus für die ESC-Vorbereitungen
 

Volle Fahrt voraus für die ESC-Vorbereitungen

Die Organisation für den Eurovision Song Contest am 23. Mai 2015 ist bereits in vollem Gange - Infos zum aktuellen Stand der Vorbereitungen und was geplant ist - ungefähre Ticketpreise bekanntgegeben

Am Donnerstagabend stand die regelmäßig stattfindende Podiumsdiskussion von Josef Kalina und seiner Agentur Unique.relations ganz im Zeichen des Eurovision Song Contest 2015. „Es handelt sich hier um ein einzigartiges Projekt in der ORF-Geschichte“, teilte der ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Podium mit und: „Bei diesem Event weiß man immer nur von einem Jahr aufs andere, wer es organisiert. Es ist eine Herausforderung, aber wir liegen gut in der Zeit und in unserem Budgetplan.“

Jon Ola Sand, Executive Supervisor Songcontest von der europäischen Rundfunkunion (EBU), die dem ORF bei der Planung des ESC beratend und unterstützend zur Seite steht, zeigte sich mit der Standortwahl Wien sehr zufrieden: „In diesem Jahr kehrt der Song Contest ins Herz Europas zurück. Wien ist mit seiner Infrastruktur perfekt für dieses Event.“ Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, ergänzte: Es ist nicht das erste Mal, dass Wien ein großes Event hostet. Die Stadt verträgt das locker. Schließlich finden auch während des Song Contests noch andere große Veranstaltungen in Wien statt, etwa die Wiener Festwochen und der Life Ball.“

Wrabetz informierte auch über den Ticket-Verkauf für die insgesamt neun geplanten Shows (Semi-Finali, Finale und jeweils zwei Proben). Demnach werden rund 100.000 Tickets zum Verkauf kommen, der noch vor Mitte Dezember startet. Die günstigsten Karten werden unter 30 Euro kosten, die teuersten mehr als 300 Euro. Ein Teil wird außerdem in den internationalen Verkauf kommen und den ESC-Fangruppen zustehen. Zudem wird es auch die Möglichkeit geben, ein Ticket-Abo für mehrere Shows zu kaufen. Der ORF-General ging auch auf Fragen zum Rahmenprogramm ein: „Es wird eine Fanmeile namens ‚Euro Village‘ geben. Teilweise werden hier die Kandidatenbands und österreichische Künstler auftreten und natürlich wird es Public Viewing geben.“ Die Location soll demnächst bekannt gegeben werden. Wer also kein Ticket für die Shows ergattert, kann das Event trotzdem in stimmungsvoller Atmosphäre genießen. Ein weiteres Thema waren die Sponsorenverträge. Laut Wrabetz wird für den Song Contest viel logistische Unterstützung benötigt. „Es gibt tolle Möglichkeiten für Sponsoren, nicht nur für internationale, sondern auch für die Wiener und die österreichische Wirtschaft, um sich vor einer internationalen Audience zu präsentieren. Noch sind einige Sponsorpakete zu haben“, so der ORF-Chef. Organisation in vollem Gange Bereits vergangene Woche informierte sich die HORIZONT-Redaktion beim ORF, wie es um die Organisation des ESC steht (siehe dazu HORIZONT-Ausgabe 46/2014, S. 47 im Dossier „Standort Wien“). Demnach steht seitens des ORF schon seit Längerem ein Team von rund 30 Personen fest, das sich der Veranstaltungsplanung annimmt – unter der Gesamtleitung von Edgar Böhm (bisher TV-Unterhaltungschef beim ORF). Der ORF hat in allen kreativen Belangen und bei der künstlerischen Gestaltung der Shows umfassenden Gestaltungsspielraum und in der Kommunikation liegt die gesamte nationale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Verantwortungsbereich des öffentlich-rechtlichen Senders. Beratung und Unterstützung  - etwa bei Themen wie Akkreditierung, Sicherheit oder Deadlines, erhält der ORF von der EBU. Im direkten Verantwortungsbereich der EBU liegt die internationale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das internationale Sponsoring und die Koordination und Anmeldung der teilnehmenden Länder. Mit der inhaltlichen Planung der Shows ist ein Kreativteam rund um Show-Producer Stefan Zechner befasst; die Präsentation des Show- und Bühnenkonzepts ist für Anfang 2015 geplant, wobei sich das Gesamtkonzept an den Vorjahresabläufen orientiert. Laut der ORF-Pressestelle belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 25 Millionen Euro, abzüglich diverser Erlöse muss der ORF circa 15 Millionen Euro aus dem Budget aufbringen. Ende Oktober haben außerdem der ORF und die Stadt Wien ein „Memorandum of Understanding“ betreffend die Unterstützung der Veranstaltung unterzeichnet. Damit wurde festgelegt, dass die Stadt Wien die Finanzierung zugesagter Leistungen sicherstellt, etwa die Bereitstellung der Stadthalle, die ESC Welcome Reception am 17. Mai im Wiener Rathaus oder die Unterstützung des ORF bei der Umsetzung des „Euro Village“. Großer Programmschwerpunkt Zulaufend zum ESC plant der ORF auch einen großen Programmschwerpunkt. Seinen Anfang nimmt dieser bereits am 26. Jänner im Wiener Rathaus, wo der Bürgermeister von Kopenhagen dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl offiziell die Insignien übergibt und die Semifinalreihenfolge ausgelost wird. Die Wahl des österreichischen ESC-Vertreters startet dann am 20. Februar: In insgesamt vier Hauptabendshows (drei aufgezeichnete und eine Live-Show) werden die Musiker vorgestellt und letzten Endes der heimische ESC-Vertreter vom Publikum gewählt. Derzeit sind die Musiker Anna F. und Alex Deutsch landesweit auf der Suche nach jungen heimischen Musiktalenten für den Song Contest. Ab 20. Februar wird das ORF-Programm dann zunehmend im Zeichen des Song Contests stehen – vor allem an den Freitagabenden bis zum großen Finale am 23. Mai.
stats