VÖZ: 'Regierungsprogramm grundsätzlich und in...
 

VÖZ: 'Regierungsprogramm grundsätzlich und insgesamt positiv zu beurteilen'

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Gerald Grünberger, Geschäftsführer des VÖZ.
Gerald Grünberger, Geschäftsführer des VÖZ.

Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verband Österreichischer Zeitungen VÖZ, über das vorgelegte Regierungsprogramm von Türkis-Grün aus Sicht der heimischen Medien und Verleger.

  • Was stört den VÖZ am Programm?

Grundsätzlich und insgesamt betrachtet ist das Regierungsprogramm von ÖVP und Grünen aus Sicht der österreichischen Medien positiv zu beurteilen. Ein wenig irritierend sind die unterschiedlichen Aussagen zum Bereich Urheberrecht, die einen etwas einseitigen Blick auf die Materie vermuten lassen, und eine faire Vergütung für Produzenten und Verleger vermissen lassen. Im Bereich Bildung wäre neben der Verankerung der digitalen Kompetenzen auch eine Forcierung der Medienkompetenz wünschenswert gewesen.

  • Was erfreut den VÖZ am Programm?

In aller Kürze und konkret: 1. Das klare Bekenntnis zum österreichischen Medienstandort und der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Medienunternehmen im Verhältnis zu den großen Onlineplattformen samt Maßnahmen; 2. Verankerung der Informationsfreiheit – eine jahrelange VÖZ-Forderung wird umgesetzt; 3. Festhalten an der digitalen Konzernsteuer und Einführung einer Digitalisierungsförderung; 4. Stärkung und Absicherung der Journalisten/innen-Ausbildung und 5. Zielsetzung zur Modernisierung des Arbeitsrechts.

  • Was überrascht den VÖZ am Programm?

Wirklich überrascht waren wir nicht, da uns ja die Positionen der beiden Parteien im Vorfeld bekannt waren. Das Programm wurde unter dem Claim „das Beste aus beiden Welten“ präsentiert. Betrachtet man die zuvor genannten Maßnahmen trifft dies durchaus zu. Diese „beiden Welten“ sind natürlich auch im Medienkapitel erkennbar, so gesehen wird die wahre Überraschung sein, wie diese Welten nicht nur nebeneinander existieren sondern auch harmonieren.

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