VÖZ kritisiert Festhalten an der Werbesteuer
 

VÖZ kritisiert Festhalten an der Werbesteuer

"Werbesteuer-Fortführung ist Bruch dezidierter Zusagen", kritisiert der Verband Österreichischer Zeitungen die Regierung.

"Entgegen wiederholten und dezidierten politischen Absichtserklärungen und Versicherungen, die anachronistische Werbesteuer im Rahmen des neuen Finanzausgleiches 2005 endgültig abzuschaffen, wird dieses österreichische Unikum jetzt doch nicht aufgegeben", formuliert der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zum Festhalten an der Werbesteuer. Dr. Max Dasch, geschäftsführender VÖZ-Präsident und Herausgeber der "Salzburger Nachrichten", sieht darin "einen eklatanten Bruch der Zusagen gegenüber der österreichischen Werbe- und Medienwirtschaft". Der VÖZ sei von dieser Verhaltensweise enttäuscht. Damit werde ein für den Medienstandort Österreich gravierender Wettbewerbsnachtteil auf unbestimmte Zeit prolongiert, betonte Dasch in einer Stellungnahme am Donnerstag.



Die Beibehaltung der Werbesteuer, so Dasch, schwächt den Wirtschafts- und Medienstandort Österreich in einer ohnehin äußerst heiklen Situation. Da viele Werbeentscheidungen internationaler Unternehmen bereits in Konzernetagen außerhalb unserer Landesgrenzen fallen, droht sich der Trend, dass Werbeinvestitionen wegen der fünfprozentigen Werbesteuer in Österreich am Land vorbeifließen, zu verschärfen. Außerdem gefährde die Werbesteuer, gerade unter den gegenwärtigen Konjunkturbedingungen, Arbeitsplätze in der gesamten österreichischen Wirtschaft.

(as)


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