VÖZ gegen Aufweichung der Werbelimits im TV
 

VÖZ gegen Aufweichung der Werbelimits im TV

Der Verband Österreichischer Zeitungen befürchtet ein zunehmendes Verschwimmen von Werbung und Programm.

Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) kritisiert die revidierte Fassung der EU-Fernsehrichtlinie. In einer Stellungnahme an das Bundeskanzleramt, weist der VÖZ auf das "Fehlen der grundlegenden Differenzierung zwischen dem öffentlich-rechtlichen und dem privaten Fernsehen" bei den Werbebestimmungen und Finanzierungssystemen hin. Zudem befürchtet der VÖZ eine "Aushöhlung des fundamentalen Grundsatzes der Trennung von Programm und Werbung" sowie "die Öffnung für Einflüsse von Sponsoren auf Sendungsinhalte". Die "Überflutung mit

Werbung durch neue Werbezeitgrenzen" stellt einen weiteren Kritikpunkt des VÖZ dar.



Aus Sicht des Verlegerverbandes wäre es beispielsweise "wünschenswert, wenn das Verbot des Product Placement jedenfalls für das gebührenfinanzierte Fernsehen in der Richtlinie selbst wie bisher festgeschrieben bleibt". Die Legalisierung von Product Placement hingegegn „geradezu einer Aufforderung zur Schaltung von Schleichwerbung in Fernsehfilmen sowie Unterhaltungssendungen“ gleichkommen. Ausdrücklich spricht sich der VÖZ gegen eine Änderung bei den Werbezeitlimits, "die Konsumenten vor allem in der werbestarken Primetime vor einer Überflutung mit Werbung schützen sollen", aus. Die Begrenzung der Werbezeiten habe laut Verlegerverband auch eine

wichtige medienpolitische Funktion, nämlich das Werbeaufkommen des Fernsehens in der werbestarken Primetime zugunsten der anderen Medien zu regulieren.

(as)

stats