VÖP will werbefreien ORF
 

VÖP will werbefreien ORF

Am Vorabend des „D-Days“ am 2. April – Stiftungsratsitzung im ORF – nimmt der VÖP Verband Österreichischer Privatsender zur Neuausrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich einmal mehr eindeutig Stellung:

Öffentlich-rechtliche Sender hätten entweder werbefreie Programme anzubieten oder seien deutlich Einzuschränken im Bereich der Werbemöglichkeiten, lautet eine Forderung des Verbandes. Der ORF sollte nach Vorstellung des VÖP inhaltlich stärker an öffentlich-rechtlichen Programmkriterien orientiert und damit weniger verwechselbar mit dem privaten Mitbewerb sein, wie beispielsweise ORF 1, das im internationalen Vergleich eher das Erscheinungsbild eines gebührenfinanzierten Privatsenders habe. 







Der VÖP beruft sich auf die EU-Kommission, die klar dafür eintrete, öffentlich-rechtliche Sender in ihren kommerziellen Aktivitäten zu beschränken, um trotz der Gebührenfinanzierung faire Bedingungen im Wettbewerb mit rein werbefinanzierten Privatsendern zu ermöglichen.







Daher fordert der VÖP dem ORF keinesfalls zusätzliche Werbemöglichkeiten zu gewähren. Es müsse das langfristige Ziel sein, den ORF von der Werbewirtschaft unabhängig zu machen. Somit sollten kurzfristig jene Werbemöglichkeiten eingeschränkt oder abgeschafft werden, die dem Charakter eines öffentlich-rechtlichen Senders geradezu widersprechen, formulieren die VÖP-Vorstände Christian Stögmüller (Life Radio) und Martin Blank (Puls4). Product Placement sollte dem ORF grundsätzlich verboten sein. Begründung des VÖP, nicht ganz unzweideutig: „um den hohen Ansprüchen an Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit eines öffentlich rechtlichen Programms gerecht werden zu können.“(Was ja heißen könnte, dass PP eben diese Werte, die hoffentlich auch für private Programmmacher einen Wert darstellen, beeinträchtigen würden?).







Pragmatisch regulierend ist die Forderung des VÖP, den Durchrechnungszeitraum von einem Jahr für die quantitative Beschränkung der ORF-Werbezeit abzuschaffen, um die Einhaltung dieser Grenzen überhaupt kontrollieren zu können.Conclusio: Der VÖP und alle Mitglieder aus den Bereichen TV und Radio -lokal, regional und national - appellieren in aller Dringlichkeit andie Bundesregierung, diese Überlegungen bei der Neugestaltung derrechtlichen Rundfunkrahmenbedingungen zu berücksichtigen!
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