VÖP kritisiert ORF-Pläne als "absurd"
 

VÖP kritisiert ORF-Pläne als "absurd"

Privatsender-Vertreter Klaus Schweighofer sieht "abwegige Gedankenspiele"

Die Überlegungen des ORF, neue Sender zu gründen, stoßen wenig überraschend auf totale Ablehnung seitens der Privaten. Am Freitag meldete sich dazu der Vorstandsvorsitzende des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP), Klaus Schweighofer, in einer Aussendung zu Wort. Er bezeichnete den Wunsch nach neuen Sendern als „völlig absurd“. „Angesichts der ständigen Jammerei des ORF über seine angeblich zu knappen Budgets, verbunden mit überaus dreisten Forderungen an die Politik nach mehr Geld und weniger Verpflichtungen, sind diese Gedankenspiele völlig abwegig", so Schweighofer. "Noch dazu, wo der ORF gleichzeitig in den Raum stellt, in anderen, für den öffentlich-rechtlichen Auftrag wichtigen Bereich kürzen zu wollen.“

Für VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm geht es nun darum, den "auf die ordnungsgemäße und vollständige Erfüllung des Programmauftrags zu richten". Es sei absolut unverständlich, dass der ORF über die Einführung neue Programme nachdenke, wenn die bestehenden Programme laut Medienbehörde KommAustria mangelhaft seien. Drumm spielte damit auf einen vor wenigen Monaten ergangenen Bescheid der KommAustria an. Laut dieser ist das ORF-Programm nicht ausgewogen genug.
stats