VÖP fordert Medienförderung für Private
 

VÖP fordert Medienförderung für Private

Der Verband Österreichischer Privatsender VÖP fordert aus den Rundfunkgebühren eine Medienförderung für heimische Privatsender.

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) hat ein Papier für Österreichs Medienpolitiker verfasst: Als Vertretung der heimischen Privatsender - ob kommerzielle oder freie - fordert der Verband eine allgemeine Medienförderung, welche die Marktchancen für die Privatradios und Privatfernsehstationen des Landes fair und dem ORF ebenbürtiger gestalten soll. Und welche den Privaten vor allem in den Bereichen Ausbildung, Content und technischer Ausbau unter die Arme greifen soll.

Drei Säulen sind für die vom VÖP konzipierte Medienförderung vorgesehen: Aus den bislang nicht zweckgebundenen Geldern, welche zwar mit der ORF-Rundfunkgebühr eingehoben werden, aber nicht dem ORF, sondern dem Finanzministerium als Geräteabgabe zufließen, sollen in Zukunft eine Basisförderung, eine Contentförderung sowie eine Ausbildungs- und Sonderförderung für die Privaten finanziert werden, sieht das VÖP-Papier vor. Derzeit bekommen die Privatsender 75.000 Euro jährlich an Ausbildungsförderung zur Verfügung gestellt, mit rund 35 Millionen Euro beziffert der VÖP aber die noch vorhandenen Mittel aus den nicht für den ORF und den Digitalisierungsfonds gebundenen Rundfunkgeldern. Wesentlich helfen sollte diese finanzielle Unterstützung in Sachen Digitalisierung: Die für den Umstieg von analoge auf digitale Übertragung benötigten Summen seien von den Privaten alleine nicht aufzubringen, so der VÖP. Der Forderungskatalog wird nun der Medienpolitik vorgelegt, eine Entscheidung in Sachen Medienförderung erhofft sich der Verband noch 2007.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in Horizont 34/2006, der am Freitag, den 25. August 2006 erscheint. (jed)

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