VÖP bekräftigt seine Forderungen
 

VÖP bekräftigt seine Forderungen

Medienförderunge für Privatsender sowie strengere Rahmenbedingungen für den ORF seien unumgänglich.

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) bekräftigt angesichts
der aktuellen Diskussionen um die Änderungen der
Rahmenbedingungen im Rundfunkmarkt erneut seine Forderung nach
fairen Wettbewerbsbedingungen.
„Die Privilegierung des ORF durch staatliche Subventionen zu Lasten der Privaten führt alleine schon zu starken Marktverzerrungen. Die aktuelle Wirtschaftskrise, die voraussichtlich einen Rückgang der Werbespendings für 2009 mit sich bringen wird, verschärft diese Situation noch weiter“, heisst es in einer VÖP-Aussendung. Diese
bestehende Schieflage im dualen System könne durch die
Wirtschaftskrise möglicherweise gänzlich zum Kippen gebracht
werden. Die beiden VÖP-Vorsitzenden Christian Stögmüller (Radio) und Martin Blank (TV) sind sich einig: „Wenn wir Privaten weiterhin unseren
Beitrag zur Medienvielfalt in Österreich leisten sollen, dann brauchen
wir – vor allem im Krisenjahr 2009 – eine Medienförderung. Das ist für
die Privatsender lebenswichtig, für einige sogar überlebenswichtig.
Wenn die Politik unsere Warnrufe weiterhin ignoriert, setzt sie die
Medienvielfalt in diesem Land aufs Spiel. Der ORF ist für Österreich
sehr wichtig – daran besteht kein Zweifel. Aber die privaten
österreichischen Radio- und Fernsehsender sind mindestens ebenso
wichtig!“ Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführerin: „Die Werberegelungen für den ORF müssen noch klarer und enger gefasst werden. Product Placement etwa hat in öffentlich-rechtlichem Programm rein gar nichts verloren! Außerdem muss der öffentlich-rechtliche Auftrag des ORF klarer
definiert werden. Es muss zweifelsfrei klar sein, was der ORF einerseits
zu leisten hat, und wo andererseits seine Grenzen sind. Sind all die
amerikanischen Serien im ORF wirklich notwendig?“
Christian Stögmüller spricht sich gegen eine
Ausweitung der ORF-Werbemöglichkeiten aus: „Dies würde zu Lasten
aller privater Medien gehen!“
Zudem sind nach Ansicht des VÖP bessere Kontrollmöglichkeiten und
effektive Sanktionsmechanismen notwendig, um die Einhaltung der
Gesetze sicherzustellen. Der VÖP verweist in diesem Zusammenhang
erneut auf die 2008 bereits vorgeschlagenen Gesetzesnovellen, die
beispielsweise vorsehen, dass Strafen für Werbeverstöße des ORF in
ihrer Höhe nicht abschätzbar sind und eine Bereicherung des ORF aus
festgestellten Gesetzesüberschreitungen abgeschöpft wird.

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