Verurteilung der Ex-NDR-Fernsehspielchefin He...
 

Verurteilung der Ex-NDR-Fernsehspielchefin Heinze rechtskräftig

TV-Macherin wegen eingeschleuster Drehbücher zu einem Jahr und zehn Monaten Bewährungsstrafe verurteilt

Schlussstrich in der Drehbuch-Affäre: Die Verurteilung der früheren NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze ist rechtskräftig. Der 5. Strafsenat des deutschen Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig habe die Revisionen Heinzes und ihrer beiden Mitangeklagten als unbegründet verworfen, teilte der BGH am Dienstag mit. Zudem habe die Staatsanwaltschaft ihre Revisionen zurückgenommen.

Heinze war 2012 vom Landgericht Hamburg wegen Bestechlichkeit sowie wegen Betruges und Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Die TV-Macherin hatte zugegeben, unter den Pseudonymen "Marie Funder" und "Niklas Becker" Drehbücher von sich und ihrem Ehemann beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) eingeschleust zu haben.

Der Ehemann wurde zu 3.240 Euro Geldstrafe verurteilt, eine mitangeklagte Filmproduzentin erhielt eine Geldstrafe von 2.100 Euro. Heinze war als mächtige Fernsehspielchefin unter anderem für die "Tatort"-Krimis aus Hamburg, Hannover und Kiel sowie für Serien wie "Polizeiruf 110" verantwortlich gewesen.

(APA/dpa)
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