Versandhäuser wollen Bestellungen über Web an...
 

Versandhäuser wollen Bestellungen über Web ankurbeln

Mit selbst auferlegten Verhaltensregeln in Sachen Schutz persönlicher Daten und Privatsphäre der Kunden will die Branche das Vertrauen der Zielgruppe erlangen.

Die heimischen Versandhändler wollen über Internet mehr Besteller und neue Zielgruppen ansprechen. Unsicherheit in Sachen Datenschutz und -sicherheit halte nach wie vor viele potenzielle Käufer davon ab, ihre Bestellungen online abzuwickeln, sagte der Leiter der Plattform Versandhandel, Quelle-Vorstandschef Peter Wahle kürzlich vor Journalisten. Ein Ersatz für den klassischen Katalog werde das World Wide Web zwar nicht werden, der Anteil der Online-Bestellungen werde aber weiter steigen.

Laut Statistik Austria haben rund 29 Prozent der mehr als drei Millionen Internet-User in Österreich schon ein- oder mehrmals über das Web bestellt. 1999 waren es erst etwa 200.000. Kräftig gestiegen sind die Online-Bestellungen besonders im vergangenen Weihnachtsgeschäft.

Um das Vertrauen in E-Commerce zu stärken, hat die Plattform des Versandhandels nun Verhaltensstandards für ihre Mitglieder in Sachen Schutz persönlicher Daten und Privatsphäre der Kunden in die Statuen aufgenommen. Damit werde dieser Schutz ausdrücklich auf alle elektronischen Kommunikationsformen ausgedehnt, betonte Wahle. Die strengen Richtlinien der Versandhandels-Plattform nehmen bereits die so genannte E-Commerce-Richtlinie der EU vorweg, die bis spätestens 31. Oktober 2003 in allen EU-Staaten in nationales Recht umgesetzt werden muss. Christian Zib, Professor für Handels- und Wirtschaftsrecht an der WU Wien, rechnet aber schon in den nächsten Monaten mit dem Beschluss eines neuen Kommunikationsgesetzes, das diesen Bereich abdeckt und als Entwurf schon vorliegt.

(rs)

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