„Vernetzte Stadt – vernetzte Medien“
 

„Vernetzte Stadt – vernetzte Medien“

Podiumsdiskussion am 20. Mai zum Potenzial des Media Quarter Marx für Medienwirtschaft und Creative Industries.

Ob in Salford bei Manchester, in Helsinki, Dubai oderSeoul – die Entwicklung ganzer Stadtteile, rund umMedien- und Creative Industries-Ansiedlungen, boomt. Damit können zukunftsorientierte Lebens- und Arbeitsräumefür kommende Generation geschaffen werden. MichaelL. Joroff, Spezialist für entsprechende Stadtplanung und -umsetzungvom Massachusetts Institute of Technology (MIT), bestätigt diesanlässlich einer Podiumsdiskussion im Rahmen der „Marx Club - WienerWirtschaftsgespräche“ am 20. Mai zum Thema "Vernetzte Stadt - vernetzteMedien". Die Stadt Wien investiert 57 Millionen Euro in den Ausbau desMedia Quarter Marx. „Damit schaffen wir als öffentliche Hand gezieltinfrastrukturelle Rahmenbedingungen und legen damit das Fundament fürweiteres Wachstum und Innovationen im Medienbereich", sagt Vizebürgermeisterin, Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner und betonte, dass der Ausbau des Medienclusters ein Baustein im Rahmen des verstärkten Engagements der Stadt zur Stärkung der Medienwirtschaft sei. "Es geht bereits heute darum, sich für die zukünftigen Herausforderungen als Standort optimal zu positionierenund aufzustellen. Und genau das tun wir durch weitere gezielteMaßnahmen, um die Kreativwirtschaft und speziell den Medienbereichweiter zu stärken", so Brauner.







Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion an der Eva Dichand (Gratistageszeitung Heute), Hannes Ametsreiter (Telekom Austria Group) und Markus Andorfer (Markand Media) teilnahmen, stand die Frage, wie der Medienstandort Wien nachhaltig gestärkt und ausgebaut werden kann.







"Neue Informations- und Kommunikationstechnologien wirken sich aufArbeitsplatz und Arbeitswelt aus - und auch auf die entsprechendenImmobilienprojektentwicklungen", zeigte Joroff vom MIT auf und unterstrich die nationale Bedeutung solcher großangelegten Stadtentwicklungsprojekt. Sogenannte Media-Cities, in denen Unternehmen und Spezialisten ausverschiedensten Medien- und Kommunikationsbereichen konzentriertforschen, arbeiten und "wertschöpfen" entwickeln sich rund um den Globus. Joroff berät weltweit Regierungen und Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung strategischer Visionen und Positionierungen in RichtungMedienstadt.Im Media Quarter Marx in Wien-Landstraße entsteht derMedienhotspot Österreichs. 2003 wurde dort die erste Baustufe mit2.200 Quadratmetern Büro-, Studio- und Produktionsfläche eröffnet.Bereits heute werden hier täglich mehr als 40 Stunden live TV fürganz Europa produziert. Bis Mitte 2010 folgen weitere 35.000Quadratmeter. Die Hälfte der rund 2.000 Wiener Medienunternehmen ist erst in denvergangenen zehn Jahren gegründet worden und 70 Prozent der Betriebehaben weniger als zehn Mitarbeitern. Ziel sei es, Medien-Know-how und Engagement am Standort St. Marx zu bündeln und die Medien- und Kreativwirtschaft als ein Stärkefeld der Wiener Wirtschaft weiter zu unterstützen.Die Stadt Wien initiiert über das ZIT Zentrum für Innovation und Technologie,die Technologieagentur der Stadt Wien, Förderwettbewerbe, bei denender innovative und kreative Einsatz von Technologie und damit dieEntwicklung digitaler Inhalte im Mittelpunkt stehen. Wiener Klein-und Mittelbetriebe erhalten im Rahmen von Förderungen des WienerWirtschaftsförderungsfonds Unterstützung bei der Einführung modernerMedien- und Internettechnologien zur Vermarktung ihrer Produkte undDienstleistungen.
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